Wintereinbruch im Vogtland: Bahn sperrt Strecken, Gymnasium sagt Vorabitur-Prüfungen ab

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In Plauen sind in der Nacht zu Montag teilweise bis 40 Zentimeter Neuschnee gefallen. Die A 72 war am Morgen zeitweise gesperrt. Der Rettungszweckverband hat sich auf die winterliche Situation eingestellt und Personal aufgestockt.

Der neuerliche Wintereinbruch hat auch weite Teile des Vogtlands fest im Griff. Auf vielen Straßen der Region geht es nur langsam voran, Gehwege sind teils schlecht geräumt. Die A 72 war am Morgen zeitweise gesperrt. Nach Angaben eines Sprechers der Rettungsleitstelle gebe es bisher nicht mehr Unfälle als sonst. Der Rettungszweckverband habe sich auf die winterliche Situation eingestellt und das Personal vorab aufgestockt - sowohl im Fahrdienst als auch in der Leitstelle.

Im Bahnverkehr kommt es zu witterungsbedingten Einschränkungen aufgrund von starkem Schneefall, Schneeverwehungen und Schneebruch. Die Strecke zwischen Gera und Weischlitz (RB4) ist derzeit gesperrt, teilte Pressesprecher Jörg Puchmüller mit. "Zudem gibt es aufgrund von Straßensperrungen Probleme für das Personal von Winterdienst und Betrieb, zu den Einsatzstellen zu kommen", erklärte er. Aufgrund der Straßenbedingungen sei es bei Zugausfällen nicht möglich, einen Ersatzverkehr mit Bussen einzurichten. "Wir bitten die Fahrgäste, sich vor Fahrtantritt über die Echtzeit-Onlinemedien zur aktuellen Situation zu informieren und auf nicht unbedingt notwendige Fahrten zu verzichten. Es ist damit zu rechnen, dass die Beeinträchtigungen aufgrund der Wetterprognose noch einige Zeit anhalten werden", so Puchmüller.

Der Wintereinbruch hat auch Auswirkungen auf die Schulen: Der Unterricht für die Abschlussklassen im Vogtland findet teils nicht wie geplant statt. Am Gymnasium Reichenbach etwa wurde der Unterricht der Jahrgangsstufen 11 und 12 abgesagt. Soweit möglich, soll Online-Unterricht stattfinden, teilte die Schule mit. Am Plauener Lessing-Gymnasium fällt der Unterricht komplett aus. Am Oelsnitzer Mosen-Gymnasium sollte am Montag das Vorabitur über die Bühne gehen - doch die Generalprobe für die Abiprüfungen wurde kurzfristig abgesagt.

In Plauen sind in der Nacht zu Montag teilweise bis 40 Zentimeter Neuschnee gefallen. Der Winterdienst der Stadt ist im Dauereinsatz, teilte die Verwaltung mit. "Bis gestern spät abends und dann wieder seit nachts 2 Uhr fahren die Mitarbeiter die Straßen ab - alle 21 Touren werden bedient, Personal und Fahrzeuge sind vollständig im Einsatz", informiert Uwe Hänel vom Städtischen Bauhof, der mit dem Leitungsdienst die Einsätze koordiniert. Auch beim Hauptauftragnehmer für den Winterdienst in Plauen, der Abfallentsorgung Plauen, und bei den weiteren Kooperationspartnern seien Mitarbeiter und Technik im Einsatz. Rund 2500 Tonnen Salz hatte die Stadt am Winteranfang unterm Hallendach bevorratet. Dazu wurden noch 40 Tonnen Salz in das Silo für die Soleanlage eingeblasen. "Außerdem liegen 500 Tonnen Split im Lager", heißt es aus dem Rathaus.

Vielerorts gab es Kritik aufgrund nicht oder schlecht geräumter Straßen und Gehwege. "Wenn es stark schneit, können nicht alle Straßen und Fußwege gleichzeitig geräumt werden. Deshalb ist es wichtig, dass jeder auf die kalte Jahreszeit eingestellt ist. Wir bitten die Plauener um Verständnis, dass nach Prioritäten geräumt werden muss und im Moment, wo es auch weiterhin schneien soll, die Lage eine besondere ist, die Rücksicht von allen erfordert", erklärte Bürgermeisterin Kerstin Wolf. "Eine wichtige Bitte haben wir an die Anlieger, die ihre Gehwege räumen - die geräumten Schneehaufen müssen an den Grundstücksgrenzen gelagert werden, bitte nicht auf die Straßen schieben. Sonst wird es dort eng, falls es wieder überfriert", appelliert Uwe Hänel. Anlieger sind für die Räumung der Fußwege verantwortlich.

Der Wintereinbruch hat auch Auswirkungen auf die Abfallentsorgung. Wie der Vogtlandkreis mitteilte, könnten die für Montag vorgesehenen Sammeltouren nicht vonstatten gehen. "Dies betrifft die Restabfallbehälter, Papiertonnen und Biotonnen. Auch die Abholung der Gelben Säcke kann nicht wie geplant stattfinden", so Kreissprecher Uwe Heinl. Sobald sich die Wetterlage bessere, werde die Entsorgung voraussichtlich analog der Feiertagsregelungen durchgeführt. (nd)

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44 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    7
    UweG
    08.02.2021

    @Wika1 Bei uns ist bis jetzt nichts angekommen, also nicht den Morgen vor dem Abend loben.

  • 19
    1
    Wika1
    08.02.2021

    An dieser Stelle mal ein dickes Lob an die Zeitungszusteller, die sich für uns durch den Schnee gekämpft und pünktlich geliefert haben!

  • 29
    6
    Wika1
    08.02.2021

    Nicht mal auf die Klimaerwärmung ist Verlass.

  • 36
    4
    heikofuessl
    08.02.2021

    Ich glaube es ist Winter