Polizei blitzt Temposünder auf A 4

Glauchau.

Die Polizei hat bei Geschwindigkeitskontrollen am Dienstag auf der A 4 in Fahrtrichtung Erfurt einen Autofahrer mit mehr als 100 Stundenkilometern über den erlaubten 80 km/h geblitzt. Nach Angaben der Polizei war der Autofahrer am Nachmittag mit 182 km/h, ohne Toleranzabzug, unterwegs. Er muss nach dem neuen Bußgeldkatalog mit einem Bußgeld von 600 Euro, zwei Punkten und drei Monaten Fahrverbot rechnen.

Die Polizei kontrollierte am Nachmittag auf Höhe des Parkplatzes Angerberg insgesamt 2700 Fahrzeuge. Davon wurden 152 Fahrzeuge mit mehr als 80 Stundenkilometern geblitzt. 70 von ihnen waren höchstens 15 Stundenkilometer zu schnell und kamen mit einem Verwarngeld davon. 

Bereits am Vormittag hatte die Polizei zwischen den Anschlussstellen Glauchau-West und Meerane die Geschwindigkeit von 1515 Fahrzeugen kontrolliert. 77 Fahrer waren zu schnell unterwegs. 55 von ihnen überschritten die Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern um mehr als 15 km/h. Sie müssen mit einem Bußgeld rechnen. Ein VW-Fahrer wurde mit 147 Stundenkilometern, ohne Toleranzabzug, geblitzt. Er muss nach dem neuen Bußgeldkatalog mit 440 Euro, zwei Punkten und zwei Monaten Fahrverbot rechnen. (dha)

8Kommentare

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    2
    Zeitungss
    05.05.2020

    Kleine Bemerkung am Rande. Wer die täglichen Nachrichten in den regionalen Sendern hört, wird mit Erstaunen feststellen, dass der angehängte Blitzerservice länger als die eigentlichen Nachrichten sind. Die neue Preisliste lässt nun auch den letzten Gemeindediener zur Messeinrichtung greifen, Bedarf in den Kassen ist bekanntlich überdurchschnittlich vorhanden. Diese Gerätschaften zur Fehlinvestition werden zu lassen, haben wir in der Hand und sollten sie nutzen.

  • 4
    3
    Nixnuzz
    02.05.2020

    @Hanneswbg: War lange Jahre Kunde der A4 von Chemnitz bis Köln. Die beiden rechten Spuren an den Übergangsstellen schwarz angeteert. Die 3. linke Spur frei. Für viele eine Gewissensfrage: Spiele ich LKW oder nutze die freie Fahrbahn? Entweder man macht 2-spurig und rechts komplett dicht oder differenziert je nach Fahrbahn mit blauen Schildern. Manche Autobahnverwaltungen konnten das. Immer wieder auf freier Strecke die Geschwindigkeit mehr als kontrollieren war ungemein anregend...

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    2
    Zeitungss
    01.05.2020

    Zum Thema neuer Bußgeldkatalog gab es gestern Abend einen schönen Beitrag von D. Nuhr. Die Unfallzahlen sinken seit Jahren, dafür steigen die "Beiträge" im Katalog in regelmäßigen Abständen, mit leeren Kassen hat das natürlich überhaupt nichts zu tun. Mal sehen wenn die Mwst. steigt, eine Frage der Zeit, möglicherweise weil zu viel gekauft wird, um mehr Wert bei den Produkten geht es mit Sicherheit nicht, wundern würde es nicht. Von Außerirdischen wird die gegenwärtige Ausgabefreudigkeit mit Sicherheit nicht beglichen. Ein paar Gedanken sollte sich jeder Bürger im stillen Kämmerchen schon einmal machen, bevor der Hammer kommt und im Vorfeld nicht schon lautstark um Hilfe geschrien hat.

  • 3
    7
    Hanneswbg
    01.05.2020

    An Nixnuzz: Bitte dringend Augenarzttermin vereinbaren, da sie offenbar die Verkehrsschilder nicht mehr erkennen und deuten können.
    Es handelt sich um Geschwindigkeitsbeschränkungen wegen teilweise sehr schlechter Fahrbahnverhältnisse, vermutlich eine Art Betonkrebs, was der Autofahrer am Lenkrad auch gut zu spüren bekommt. In manchen Autobahnabschnitten glaubt man sich zu fühlen wie im Herbst 1989, manche Bürger der ehemaligen BRD wird sich vielleicht noch erinnern können.

  • 13
    2
    Deluxe
    01.05.2020

    Es geht mir nicht um die Extremisten, die statt 80 mit über 180 unterwegs sind. Daß man die aus dem Verkehr zieht, ist völlig in Ordnung.

    Ich habe aber gleichzeitig erhebliche Zweifel daran, daß gerade rund um Glauchau die endlosen 80er-Bereiche auf einer sechsspurigen Autobahn wirklich angemessen sind. Daß dort die Fahrer irgendwann die Geduld verlieren, ist nahezu vorprogrammiert. Zumal der Laie auch keinen baulichen Grund für ein derart geringes Limit erkennt. Bis auf erträgliche Schäden auf der rechten Spur ist dort an der Oberfläche einfach gar nichts zu sehen. Und nur die wenigsten denken an den Untergrund.

    Klar, daß man dort auch eine nette Einnahmequelle entdeckt hat. Masse wird nämlich mit denen gemacht, die bis 15km/h zu schnell sind. Nicht mit den wenigen Ausreißern, sondern mit den vielen, die auf diesem Abschnitt seit Jahren die Nase voll haben.

    Der Zustand sagt auch viel über die bauliche Qualität der Autobahn aus. Frühere Bauten dieser Art hielten deutlich länger...und bekamen auch keinen Betonkrebs. Warum wohl?

  • 3
    4
    Nixnuzz
    01.05.2020

    Vieleicht wird auch nicht erkenntlich, warum hier diese Begrenzungen eingerichtet wurden? Schlechter Strassenbelag - Baustelle - Corona-Kontrolle - 1.Mai-Geld - Betonkrebs - Ämtermissverständnisse - Existenznachweis - Schleierfahndung...??

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    6
    Lexisdark
    01.05.2020

    Seit Corona und damit weniger Verkehr, scheinen sich manche Zeitgenossen an gar keine Regeln mehr zu halten. Erlebe ich auf der Fahrt nach Hause von Kassel andauernd. Sehr oft würde ich mir Abstandskontrollen wünschen. Daher begrüße ich härtere Strafen, dann sind die Idioten wenigstens erstmal weg von der Straße...

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    5
    Hanneswbg
    30.04.2020

    Diese Kontrollen finden leider zu selten statt.