Polizei ertappt Graffiti-Sprayer auf frischer Tat

Mindestens 50 Graffiti-Schmiererein im Glauchauer Stadtgebiet sollen auf das Konto eines der Männer gehen. Auf der Flucht vor der Polizei versuchte er sich in einem Fluss zu verstecken.

Glauchau.

Beamte des Glauchauer Polizeireviers haben zwei mutmaßliche Graffitischmierer gestellt. Einem der Tatverdächtigen konnten nach erster Einsätzung der Ermittler mindestens 50 Sachbeschädigungen durch Graffiti hauptsächlich im Glauchauer Stadtgebiet nachgewiesen werden.

Wie die Polizei am heutigen Donnerstag mitteilte, wurden die beiden Verdächtigen bereits am 18. September kurz vor Mitternacht auf frischer Tat ertappt. Die Beamten überraschten die zwei Männer beim Sprühen eines Graffitos unter einer Autobahnbrücke, nahe des Remser Wegs. Das Bild ist etwa 19 x 2 Meter groß. Als die mutmaßlichen Sprayer die Polizisten bemerkten, flüchteten sie über ein angrenzendes Feld in Richtung Mulde. Die Beamten nahmen zu Fuß die Verfolgung auf und konnten einen der Männer in der Mulde feststellen. Der 36-Jährige versuchte sich im Wasser zu verstecken - ohne Erfolg. Nach Aufforderung der Beamten kam er wieder aus dem Wasser und wurde zum Streifenwagen begleitet. Dort konnte er sich zunächst wieder aufwärmen.

Am Tatort selbst fanden die Beamten Spraydosen und diverse Utensilien zum Sprühen und stellten sie sicher. Noch in der Nacht durchsuchten die Beamten die Wohnung des 36-jährigen Thüringers in Altenburg und stellten mehrere Spraydosen, Skizzen und diverses Graffiti-Zubehör sicher. Der Mann wurde nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Nach erster Einschätzung der Ermittler können dem 36-Jährigen mindestens 50 Sachbeschädigungen durch Graffiti nachgewiesen werden. Die Ermittlungen dazu laufen. (sane)

22 Kommentare

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    mops0106
    04.10.2020

    Der gefasste "Junge" ist 36 Jahre alt, @Hanneswbg und macht das sicher schon lange?
    Gegen diese Menschen, die ständig Sachbeschädigung begehen, muss viel strenger schon in jungen Jahren vorgegangen werden. Falls er schon erwischt wurde, gab es sicher nur ein "dudu"? Vielleicht musste er auch Aufsätze schreiben?

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    Hanneswbg
    04.10.2020

    Die Jungens kommen wahrscheinlich vor Lachen wegen der "polizeilichen Maßnahmen" nicht in den Schlaf und werden es nächstes Wochenende wieder tun. Es ist doch ein Zeichen dafür, das wir immer noch in einer Demokratie leben und nicht in einer Diktatur, denn mehr Toleranz bei geschätzten 50 Sachbeschädigungen geht nicht.