Kostenlose Parkplätze in Oberlungwitz entfallen

Grund: Fremdparker und steigende Kosten - Vor der Kita drohen nun Probleme

Oberlungwitz.

Noch kann vor dem Wohnblock an der Robert-Koch-Straße 24 in Oberlungwitz kostenlos geparkt werden, doch das wird sich bald ändern: Die Stadtwerke Oberlungwitz, denen das Gebäude gehört, lassen eine Schranke bauen. Damit der ist Parkplatz nur noch für diejenigen nutzbar, die eine Stellfläche bezahlen. Das ist nach Angaben des Tochterunternehmens der Stadt Oberlungwitz nötig, weil unter anderem gestiegene Kosten für die Regenwassereinleitung zu verzeichnen sind. Außerdem wird der Parkplatz offenbar auch von Bewohnern anderer Wohnblöcke genutzt, vor denen keine kostenlosen Stellflächen zur Verfügung stehen. Voraussichtlich im August soll die Schranke in Betrieb gehen.

Für Debatten sorgen die Pläne vor allem in der Integrativen Kindertagesstätte "Tausendfüßler" des Lebenshilfewerkes, in der rund 170 Mädchen und Jungen betreut werden. Sie befindet sich in der Nachbarschaft und ist nur über eine schmale Zufahrtsstraße zu erreichen. Da vor der Kita nur wenig Platz ist, nutzen viele Eltern den nahen Parkplatz, wenn sie ihre Kinder abholen und bringen. "Wenn das nicht mehr möglich ist, wird es schwierig", sagt Leiterin Dorothée Winkler-Schmidt. Neun Parkplätze an der Kita werden vor allem von Mitarbeiterinnen genutzt. Am großen Parkplatz sind zudem drei Stellplätze für die Einrichtung reserviert. Doch zu den Stoßzeiten morgens und nachmittags würde es oftmals sehr eng zugehen. Wenn die Schranke in Betrieb ist, dürfte das noch schlimmer werden, so die Befürchtung. Der Förderverein der Kita gab zu bedenken, dass Rettungswege oder Stellflächen für die Feuerwehr beeinträchtigt werden könnten. Perspektivisch müsse daher ein eigener Parkplatz her. "Es wäre schön, wenn die Schranke offen bliebe, bis eine Lösung gefunden ist", sagt Kirsten Schubert-Fuchs aus dem Vorstand des Fördervereins.


Möglichkeiten für neue Stellflächen gibt es hinter der früheren Kaufhalle. Eventuell könnten auch kommunale Parkflächen für Erzieherinnen bereitgestellt werden. Weitere Gespräche kündigte Bürgermeister Thomas Hetzel (parteilos) an. Er will zeitnah alle Beteiligten an einen Tisch holen, um eine Lösung zu finden, mit der alle leben können.

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