Nach Verfolgungsjagd auf A 4: Polizei fasst Autodieb in Maisfeld

Beamte der Thüringer Polizei haben einen gestohlenen Transporter bis nach Hohenstein-Ernstthal verfolgt. Dort kam es zum Zusammenstoß mit einem Polizeifahrzeug. Der Täter ist einschlägig vorbestraft.

Hohenstein-Ernstthal.

Ein Beamter der Thüringer Polizei ist bei einer Verfolgungsjagd auf der Autobahn 4 bei Hohenstein-Ernstthal am Montagmorgen leicht verletzt worden. Wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Zwickau mitteilte, hatten Einsatzkräfte aus Thüringen einen Transporter, der zuvor im hessischen Fulda gestohlen worden war, bis nach Sachsen verfolgt. Auf der A 4 in Richtung Chemnitz kreisten die Polizisten aus Thüringen das Fahrzeug etwa in Höhe der Anschlussstelle Wüstenbrand ein. Der Fahrer sollte so zum Anhalten bewegt werden.

Nach Angaben der Polizeisprecherin gab der mutmaßliche Dieb daraufhin jedoch Gas und sprang aus dem Fahrzeug. Der führerlose Transporter stieß in der Folge gegen einen vor ihm fahrenden Streifenwagen. Dabei wurde der Fahrer des Wagens, ein 23-jähriger Beamter aus Thüringen, leicht verletzt. Er ist aktuell nicht dienstfähig.

Der mutmaßliche Dieb flüchtete in ein angrenzendes Maisfeld, wo er mithilfe eines Polizeihubschraubers ausfindig gemacht und festgenommen wurde. Bei ihm handelt es sich nach Polizeiangaben um einen 24 Jahre alten Polen. Da er bei der Verfolgungsjagd ebenfalls leicht verletzt wurde, kam auch er zur Behandlung in ein Krankenhaus. Da ein Drogenwischtest bei ihm positiv auf Amphetamine verlief, wurde in der Klinik eine Blutentnahme durchgeführt. Der 24-Jährige wurde zunächst ins Polizeirevier Glauchau und anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Er soll am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Die hessische Polizei ermittelt gegen den einschlägig vorbestraften Mann wegen schweren Bandendiebstahls.

Sowohl der gestohlene Kleintransporter als auch das Polizeiauto waren nach dem Zusammenstoß nicht mehr fahrbereit. Der Sachschaden wird auf rund 35.000 Euro geschätzt. Fahrbahn der A 4 in Richtung Görlitz war zwischen den Anschlussstellen Hohenstein-Ernstthal und Wüstenbrand zeitweise voll gesperrt. An dem Einsatz waren insgesamt 30 Polizeibeamte beteiligt. 15 Kameraden der Feuerwehr rückten zudem zur Unfallstelle aus. (dha)

22 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    Interessierte
    11.08.2020

    Oder wie im wilden Osten ?
    Aber gut hingekriegt , das Foto mit dem Dieb ...

  • 7
    16
    lax123
    10.08.2020

    Verrückt, Zustände wie im Wilden Westen!
    Schützt endlich uns und unsere Kinder