Das lange Warten auf den ersten Hahnenschrei

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Bei einem tierischen Wettkampf in Lauterbach waren Stimmgewalt und Ausdauer gefragt. Doch in manchem Käfig blieb es auch vollkommen still.

Lauterbach.

Auf dem Lauterbacher Pfarrhof krähten am Montagmorgen die Hähne im Wettstreit. Eigens für dieses Ereignis präsentierten Mitglieder des Neukirchener Männerchores eine umgedichtete Variante des Liedes "Das Lieben bringt groß Freud". In der Abwandlung hieß es dann "Das Krähen bringt groß Freud".

Und Freude herrschte auch bei den Organisatoren des Hähnewettkrähens über den Gästezustrom. "Mit solch einer guten Resonanz hatte wir nicht gerechnet", sagt Uwe Schumann, Vorsitzender des Kleintierzüchtervereins Dänkritz/Lauterbach, der den Wettbewerb auf die Beine gestellt hatte. Und so kamen insgesamt 45 Hähne in verschiedener Rassen und Farbschlägen zusammen, die in Käfigen postiert am Wettkampf teilnahmen. Die Tiere stammten von 25 Züchtern aus der Region, so etwa aus Leubnitz, Langenreinsdorf, Langenhessen, Königswalde und vom gastgebenden Verein. Mit Clara Neumann und Markus Kaiser gab es auch zwei Enthusiasten, die sogar mit einem geliehenen Hahn zum Wettbewerb antraten. Doch lässt sich eigentlich den Hähnen das Krähen auf "Befehl" antrainieren? "Eigentlich nicht", so Züchter Dieter Schreiter. Es gebe dazu zwar verschiedene Ansichten über bestimmte Methoden, aber so richtig funktioniere davon keine. "Das Wetter, die Umgebung die Animation der anderen krähenden Hähne, all das sind Gegebenheiten, die sich nicht beeinflussen lassen", so Züchter Uwe Schumann.

Die zwölf Preisrichter mussten sich dann nach dem Wettkampfstart voll konzentrieren und die Weckrufe der Hähne registrieren. 18 von ihnen gaben dabei, im wahrsten Sinne des Wortes, in der anberaumten Wettkampfzeit von 30 Minuten nicht einen Laut von sich.

Preise gab es für die Platzierten sowie wertvolle Pokale und Sachpreise für die Sieger. Der große Hahn von Züchter Chris Mittag, ein Grünleger Mischling, öffnete seinen Schnabel in der vorgegebenen Wettkampfzeit immerhin 42-mal. Der Zwergwyandotten-Hahn von Wettkampfteilnehmer Jan Ludwig brachte es auf immerhin 86 Lautabgaben. Bei den Urzwergen, der kleinsten Rasse, gewann der Antwerpener Bartzwerg Hahn von Züchter Dieter Schreiter mit insgesamt 59 von den Juroren gezählten Weckrufen. Um auch den etwas unbeliebteren Preis für schweigende Hähne - es waren insgesamt 18 - vergeben zu können, mussten Los beziehungsweise Würfel entscheiden. Den sogenannten Hackstockwanderpokal bekam Steffen Buchhardt für seinen Hahn der Rasse Sachsengold überreicht.

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