Demo gegen Krieg in Ukraine

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Mehr als 450 Menschen haben am Samstag in Zwickau an einer Solidaritätskundgebung für das Land teilgenommen, auf das Leid der Bevölkerung dort aufmerksam gemacht und sich für die deutsche Unterstützung bedankt.

Zwickau.

Erstmals hatten Ukrainer am Samstag in Zwickau eine Solidaritätskundgebung für ihr Heimatland veranstaltet. Mehr als 450 Menschen waren am Mittag laut Polizei gekommen, um vom Platz der Völkerfreundschaft aus mit blau-gelben Fahnen zum Hauptmarkt zu ziehen. Neben Kriegsflüchtlingen reihten sich auch Ukrainer, die schon länger im Landkreis leben, Russen, die den Krieg verurteilen, und Deutsche in den Zug ein.

Auf Transparenten forderten sie auf Englisch und Deutsch "Kein Krieg in der Ukraine" und "Russische Panzer weg". Bilder von zerstörten Städten machten auf das Leid der Bevölkerung in den Kriegsgebieten aufmerksam. Eine aus Charkiw geflüchtete Frau berichtete, dass ihre Freundin ihren einzigen Sohn verloren hat. Er sei erst 21 Jahre alt gewesen. Auf dem Hauptmarkt sprachen die Kriegsflüchtlinge ihren tiefen Dank dafür aus, dass sie hier aufgenommen wurden. Sie bedankten sich auch für die Unterstützung ihres Heimatlandes.

Der Zwickauer Stadtrat Martin Böttger (B 90/Grüne), der Mitglied im Zwickauer Verein "Partnerschaft zur Ukraine" ist, sagte: "Ich finde es gut, dass die Ukrainer erstmals selbst eine Kundgebung organisiert haben und freue mich, dass so viele gekommen sind." Passant Martin Scharschmidt fand die Aktion ebenfalls gut. Vereinzelt waren aber auch Sprüche wie "Macht Euch nach Hause" zu hören. Passanten mit dieser Meinung wollten allerdings anonym bleiben. (vim)

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