Festival mit internationalem Flair

Zwickau wird ab 10. Oktober für fünf Tage zum Mekka des Puppenspiels, das alles andere als Kinderkram und Kasperle-Theater ist.

Zwickau.

Das Zwickauer Puppentheater veranstaltet vom 10. bis 14. Oktober zum ersten Mal in seiner Geschichte ein internationales Puppentheaterfestival. Damit feiert es den Einzug in sein renoviertes Gebäude. Hier beginnt am 10. Oktober, 17 Uhr die feierliche Eröffnung: mit einer Parade und großem Spektakel in der Innenstadt.

Das Puppentheater ist nur eine von insgesamt sechs Spielstätten, in denen fünf Tage lang Puppenspieler aus neun Ländern (Argentinien, Deutschland, Italien, Israel, Tschechien, Frankreich, Großbritannien Slowakei und Spanien) in 14 Aufführungen ihre faszinierende Kunst präsentieren werden. Dazu reisen noch internationale Beobachter aus der Schweiz, Bulgarien, Polen und Frankreich an, informierte Monika Gerboc, Leiterin des 13 Mitarbeiter zählenden Puppentheaters, das von 35 ehrenamtlichen Festival-Helfern unterstützt wird. "Es ist eine sehr große logistische Herausforderung für unser kleines Haus und ein absolut einmaliges Großereignis für Zwickau - verbunden mit der Eröffnung unseres Theaters", erklärte die gebürtige Slowakin. Zugleich betonte sie, dass die Zuschauer keinerlei Sprachbarrieren zu befürchten brauchen. Alle Aufführungen kommen entweder mit wenigen Worten aus und sind sehr visuell, oder sie werden, teilweise auch von den internationalen Festivalkünstlern, auf Deutsch gespielt.

Ganz wichtig für die Zuschauer sei es zu wissen, dass nur ein Drittel aller Vorstellungen für Kinder geeignet ist. Ein Drittel sei für Jugendliche und ein Drittel nur für Erwachsene, betonte sie. Die kostenpflichtigen Aufführungen finden im Puppentheater, im Malsaal des Theaters Plauen-Zwickau sowie im Rathaus, Brauhaus und im "Alten Gasometer" statt. Alle Spielstätten liegen so nah beieinander, dass man es fußläufig von einer Vorstellung in die nächste schafft. Die Veranstalter empfehlen, Karten zur Sicherheit im Vorverkauf zu erwerben.

Auf dem Hauptmarkt wird es am 11., 12. und 13. Oktober, jeweils um 16 und 16.30 Uhr, einen kostenlosen und öffentlichen Vorgeschmack auf das Festival geben. Kostenfrei kann zudem diskutiert werden: am 11., 12. und 13. Oktober von 14 bis 15.30 Uhr in der Diskussionsrunde "Kaffeesahne" zu den Themen "Cyberterror", "Politisches Theater" und "Theater von Anfang an". "Wir wollen mit diesem Festival gegen die Vorurteile ankämpfen, dass das Puppentheater nur Kinderkram und Kasperle-Theater ist", sagt Gerboc. Gezeigt werde die ganze Bandbreite.

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