Großer Auflauf in Giegengrün

Zum Traktorentreffen kommen weit über 1000 Besucher. Und auch politische Prominenz.

Giegengrün.

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) musste am Samstag das Steuer kurzzeitig aus der Hand geben. Hartmannsdorfs Bürgermeisterin Kerstin Nicolaus (CDU) chauffierte ihn auf einem alten Fendt-Traktor auf das Festgelände des 18. Traktorentreffens in Giegengrün. Und noch etwas war bemerkenswert: Kretschmer strafte die Tatsache Lügen, dass Reden bei Wahlkampfauftritten ausschweifend sein müssen. Er hielt das Mikrofon kaum drei Minuten in der Hand. Dann ließen Nicolaus und Kretschmer weiße Tauben in den Himmel steigen, bevor sie sich den Traktoren, den Militärfahrzeugen und den Zweirädern aus DDR-Produktion zuwandten. Die Besitzer, die aus der ganzen Region angereist waren, erklärten den Beiden gern die mitgebrachte Technik.

Die Gruppe "Sieben Hügel Bum", die sich erst in diesem Jahr zusammengefunden hat und erstmals an dem Treffen teilnahm, konnte sich über mangelndes Interesse nicht beklagen. Ihre Schau von DDR-Mopeds und Motorrädern, die auch von anderen "Gastausstellern" unterstützt wurde, lockte bei vielen Besuchern Erinnerungen hervor. Auch die mehr als 100 Traktoren wurden bestaunt. Wer wollte, konnte an einer kleinen Rundfahrt teilnehmen. Der Stangengrüner Uwe Müller fuhr Wagemutige auf einer Banane Marke Eigenbau über den Platz. Das gewöhnungsbedürftige Gefährt wurde von einem RS 08 Baujahr 1958 gezogen. Am Steuer assistierte ihm sein Enkel Bruno Barthel. Weit mehr als 1000 Besucher ließen sich die Schau der alten Fahrzeuge nicht entgehen.

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