Nach Auslandsreise: Oberbürgermeisterin in häuslicher Quarantäne

Zwickau.

Zwickaus Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) befindet sich nach ihrer Rückkehr von einer privaten Reise derzeit in häuslicher Quarantäne. Das teilte Mathias Merz, Sprecher der Stadtverwaltung, am Dienstag mit.

Demnach ist die Quarantäne erforderlich, da sich Pia Findeiß im Rahmen der längerfristig geplanten Reise in einem Land aufhielt, dass derzeit als Corona-Risikogebiet gilt. Das zuständige Gesundheitsamt des Landkreises Zwickau hatte sie bereits vor ihrer Rückkehr nach Deutschland informiert. Beschwerden oder Symptome, die auf eine Corona-Erkrankung hindeuten, hat die Oberbürgermeisterin nach Angaben von Stadtsprecher Merz nicht. 

Pia Findeiß wird nun in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt einen Corona-Test durchführen. Ziel sei es, baldmöglichst wieder die Arbeit aufnehmen zu können. Bis dahin führt ihre erste Stellvertreterin, Baubürgermeisterin Kathrin Köhler (CDU), die Geschäfte. Sie wird auch die Stadtratssitzung am Donnerstag leiten. (dha)

 

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7Kommentare
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  • 8
    5
    Malleo
    24.06.2020

    Verlängerter Urlaub, mehr nicht, abgesehen von der Glaubwürdigkeit der verehrten OB.

  • 12
    4
    KTreppil
    24.06.2020

    Mal abgesehen von der besonderen Situation hier, da es sich eine politisch bekannte Person handelt, man darf gespannt sein, wie schnell man nach dem Urlaub in Quarantäne geraten kann. Alles in allem ein Unding. Corona ist in ganz Deutschland, Europa und weltweit verbreitet. Warum jetzt noch Quarantäne? Bis Corona konnte aus allen Teilen der Welt nahezu ungehindert eingereist werden, mit ganz anderen Risiken im Gepäck. Einschleppen längst überwunden geglaubter Infektionskrankheiten, TBC, Tropenkrankheiten bis hin zu Ebola, alles wäre theoretisch möglich.
    Die Dunkelziffer möchte ich gar nicht kennen. Nun werden teilweise von jetzt auf gleich europäische Länder zum Risiko erklärt, obwohl das infektiongeschehen Corona überall ein Risiko ist.
    Was soll der Normalo-Pauschaltourist tun, dessen Reise nicht vom Veranstalter abgesagt ist? Selbst Absagen und auf den Kosten sitzenbleiben? Fahren, mit dem Risiko dort oder hier plötzlich in Quarantäne zu kommen? Ärger mit Arbeitgeber vorprogrammiert...
    Entweder man hört auf die Sorgen der Tourismusbranche international und macht Reisen grundsätzlich ohne derartige Unbekannten wie Quarantäne möglich oder man lässt die Reisewarnung. Was sollen diese zusätzlichen Steine, die der Branche und den Urlaubern hiermit in den Weg gelegt werden?
    Quärantäne wäre vielleicht am Anfang der Pandemie, in Hinblick auf Einreisen aus China und andere Risikogebiete wirksam gewesen, aber jetzt? Meines Erachtens nur noch von Panikmache geprägter Aktionismus.

  • 7
    5
    ASS
    24.06.2020

    Das ist der Klassiker. Die Frau OB passt genau in unsere Gesellschaft. Zuerst sie und dann erst mal nichts. Und dann möglicherweise der ein oder andere Wähler
    Die Corona-Verordnung sind für alle Bürger Sachsen gültig.
    Auch eine länger geplante Privatreise ist kein Grund diese Verordnung zu negieren.

  • 8
    1
    Tokeah
    24.06.2020

    Unsere Nachbarn waren gerade auch in Schweden zum Urlaub.
    Sind aber nicht in Quarantäne, sondern gehen seit Montag ihrer geregelten Arbeit nach.
    Die wissen von nichts, ob/dass Sachsen das Land als RG ausweist.

  • 15
    7
    KTreppil
    23.06.2020

    Eine wichtige Frage wäre, ob es der OBM schon vor Antritt der Reise in das geheimnisvolle Land (in anderen Medien berichtet man von Schweden) bekannt war, dass Quarantäne droht. Wenn, dann hätte es ein "Geschmäckle ", möchte nicht wissen, welche Konsequenzen dem kleinen Arbeiter oder Angestellten dann drohen würden. Erhält die OBM für die Quarantäne Dauer ihre Bezüge?

  • 18
    8
    klapa
    23.06.2020

    Was soll man dazu sagen? Man ist einfach sprachlos.

  • 23
    13
    Lesemuffel
    23.06.2020

    Sehr schlechtes Beispiel, eine Reise in ein Corona-Risikogebiet durchzuführen.