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Foto: Peter Steffen/dpa

Ehemaliger Schulleiter zum zweiten Mal wegen sexuellen Missbrauchs vor Gericht

Von Mario Ulbrich
erschienen am 13.06.2018

Aue. Ein ehemaliger Schulleiter aus dem Erzgebirge steht seit Mittwochfrüh zum zweiten Mal wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes vor dem Amtsgericht Aue. Vor 14 Monaten war der Mann aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz ist in Berufung gegangen, das Verfahren ist jetzt am Landgericht Chemnitz anhängig.

Nach dem Prozess in Aue hatte sich eine zweite seiner früheren Schülerinnen gemeldet und ebenfalls schwere Vorwürfe gegen den damaligen Grundschullehrer erhoben, der ihr Sporttrainer gewesen ist. Während Trainingslagern und Auslandsreisen soll er sich ihr sexuell genähert haben, bei mehreren Gelegenheiten sei es zum Geschlechtsverkehr gekommen. Die Staatsanwaltschaft hat letztlich fünf der angezeigten Vorfälle zur Anklage gebracht.

Der Lehrer, der nach dem ersten Missbrauchsprozess aus dem Schuldienst entlassen wurde, bestreitet die Vorwürfe auch diesmal. Sein Verteidiger Reinhard Röthig hat umfangreiche Unterlagen wie Chatverläufe und Postkarten der mutmaßlichen Geschädigten vorgelegt, die beweisen sollen, dass sein Mandant bis vor wenigen Jahren ein freundschaftliches, aber keinesfalls intimes Verhältnis zu der jungen Frau gepflegt hat. "Es erschließt sich nicht, wieso ein Opfer sexuellen Missbrauchs solche Nachrichten an den Täter senden sollte", sagte Röthig.

Die junge Frau wurde zum Schutz ihrer Privatsphäre unter Auschluss der Öffentlichkeit befragt. Für heute sind noch drei weitere Zeugen geladen. Die Verteidigung hat die Anhörung mehrer Entlastungszeugen beantragt. Diese könnten bestätigen, dass der Angeklagte zu den in der Anklageschrift genannten Zeitpunkten gar keine Gelegenheit hatte, sich dem Mädchen sexuell zu nähern, ohne dass dies jemandem aufgefallen wäre, erklärte der Verteidiger.

 
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