Alaska-Feeling bei Schlittenhunde-Rennen in Bad Einsiedel

Sonnenschein, klirrende Kälte und ein paar Extra-Ladungen Schnee: Beim Schlittenhunderennen in Bad Einsiedel herrschten Top-Bedingungen.

Sonnenschein und klirrende Kälte ließen am Wochenende die etwa 30 Musher und Hunderte Besucher des diesjährigen Schlittenhunderennens am Waldgasthof Bad Einsiedel frohlocken. Organisator Erhard Feickert ging selbst auf die Strecke. "Der Trail ist recht schnell. Das macht Spaß", versicherte der Spremberger nach seinem ersten Rennen am Samstag.

Auch von den anderen Startern gab es viel Lob über die Einsatzbereitschaft der Verantwortlichen. Die ließen für die geschlossene Schneedecke durch den Wald im Vorfeld auch die Muskeln spielen. Sieben Lasterladungen Schnee brachten sie auf die Stellen aus, an denen es noch an der weißen Pracht mangelte.

Das Rennen zog Gäste aus nah und fern nach Seiffen. Sarah Göhler kam aus Dresden. "Ich bin früher öfter in Nassau gewesen. Dieses Jahr klappt das aber nicht. Daher bin ich hier und habe es nicht bereut", sagte die 22-Jährige. Sie liebe das Flair, das ein bisschen das Alaska-Feeling bereitet. Dem einen oder anderen Hund ließ sie fasziniert einige Streicheleinheiten zukommen.

"Meine Hunde wollen das und genießen es, gestreichelt zu werden", sagte Joana Bebert aus Teltow-Fläming, während sie Winnie Puuh und Aniu einen Eimer hinstellte. Die beiden Malamuten brauchen vor dem Rennen ausreichend Flüssigkeit. Damit sie genug trinken und so nicht unterwegs dauernd Schnee fressen, reicherte sie das Wasser mit Katzenfutter an. "So hat das Wasser Geschmack und die Hunde trinken auch wirklich." Fressen gab es für die Hunde erst am Abend. Lamm stand auf dem Speiseplan.

Weit mehr als 200 Hunde tummelten sich auf dem Trail und dem Gelände. Mit Ines Schulze war sogar eine Tierärztin vor Ort. Sie kümmerte sich um kleinere Verletzungen. Ernste Eingriffe waren nicht notwendig.

Erhard Feickert vom Lausitzer Sportverein reinrassiger Schlittenhunde freute sich über den erfolgreichen Verlauf des Wochenendes. Das spiegele den bisherigen Saisonverlauf gar nicht so recht wider. Mehrere Veranstaltungen seien buchstäblich ins Wasser gefallen. Dieser Trend bestehe schon seit Jahren. Das bringe einige Musher dazu, in schneesichere Gebiete in Österreich, der Schweiz und mittlerweile sogar in Schweden auszuweichen. Jeder Schlittenhundesportler möchte seinen Sport nach Möglichkeit so artgerecht wie möglich ausüben. Dazu gehören Schnee und Frost. In Seiffen hat das dieses Jahr bestens geklappt.

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