Gefahrgut-Lkw in Steinbruch umgestürzt - Ammoniumnitrat ausgelaufen

50 Feuerwehrleute, der Erkundungszug des Landkreises sowie weitere Fachleute eilten am Montag zum Steinbruch Reimersgrün. Mehrere Tonnen Ammoniumnitrat waren ausgetreten.

Reimersgrün. Glätte in den kalten Morgenstunden ist die Ursache für den Unfall eines Gefahrgut-Transports am Montag im Bereich des Diabas-Steinbruchs Reimersgrün: Ein mit mehreren Tonnen Ammoniumnitrat beladener Lastwagen kippte um. Bei dem Unfall traten größere Mengen der Ladung aus, darunter etwa drei Tonnen Ammoniumnitrat und kleine Mengen weiterer Substanzen. Das berichtete am Montag das Landratsamt des Vogtlandkreises. Durch Firmen-Mitarbeiter wurde die Rettungsleitstelle Zwickau informiert und die Retter alarmiert.

Etwa 50 Berufsfeuerwehrleute aus Plauen, des Erkundungszug des Landkreises, der Gefahrgutzug, die Umweltbehörde des Landkreises und der Inspektionsbereichsleiter-Mitte waren am Unfallort, berichtete Kreisbrandmeister Gerd Gerd Pürzel. Der Hauptteil der ausgetretenen ammoniumnitrathaltigen Stoffe wurde gesichert, so die Mitteilung. Ammoniumnitrat wird beispielsweise für die Düngemittel-Produktion und Sprengstoff-Herstellung verwendet. Die Beseitigung dieser Stoffe werde umgehend durch die Lieferfirma beziehungsweise den Steinbruchbetreiber sowie von ihnen beauftragte Firmen fachgerecht übernommen, hieß es. Bei der Bergung seien auch noch weitere Flüssigkeiten ausgetreten, wobei durch die Feuerwehr und eine Bergungsfirma ein Teil dessen aufgefangen werden konnte.

Der Steinbruchbetreiber wurde beauftragt, den betriebsmittelbelasteten Boden abzutragen und zu entsorgen. Durch den Verantwortlichen des Transportunternehmens wurde eine entsprechende Firma zum fachgerechten Abtransport beauftragt. Am frühen Nachmittag war der Einsatz beendet. Durch die Arbeit der Feuerwehrleute und der Mitarbeiter des Steinbruchbetreibers sowie des Lieferanten könne davon ausgegangen werden, dass keine Gefährdung der Bevölkerung eingetreten ist, wurde dazu aus dem Landratsamt versichert. Für die Umwelt habe ein kurzzeitiges Risiko bestanden. Das wurde jedoch auch durch das die "zeitnaher Sicherung der ausgetretenen Stoffe wieder auf Null reduziert", so Umweltamtsleiter Tobias Pohl. (fp)

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