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Rapper Farid Bang hatte Weidel unter anderem als «Nazi-Bitch» bezeichnet.

Foto: Michael Kappeler

Weidel prüft rechtliche Schritte gegen Farid Bang

Der «Nazi-Bitch» das Nasenbein brechen? Nach dem Echo-Eklat sorgt der Rapper Farid Bang für eine neue Provokation. Er beschimpft und bedroht Alice Weidel. Die Auseinandersetzung hat eine Vorgeschichte.

erschienen am 15.05.2018

Berlin (dpa) - Rapper Farid Bang hat die AfD-Politikerin Alice Weidel in einem neuen Songtext beschimpft und bedroht - die Politikerin prüft deshalb rechtliche Schritte gegen den Musiker.

Der 31-Jährige hatte auf Instagram einen rund 20 Sekunden langen Song-Ausschnitt veröffentlicht, in dem er Weidel unter anderem als «Nazi-Bitch» bezeichnet und droht, ihr das Nasenbein zu brechen. Weidel prüfe nun, ob und wie man dagegen vorgehen werde, sagte ihr Pressereferent Daniel Tapp am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Sie wolle den Angriff aber zunächst nicht kommentieren.

Bang und sein Rap-Partner Kollegah waren im April trotz von vielen als antisemitisch empfundener Textzeilen mit dem Echo ausgezeichnet worden. Die Debatte um heftig kritisierte Textzeilen wie «Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen» hat Bang und Kollegah die Zusammenarbeit mit ihrer Plattenfirma gekostet: Ende April gab die Bertelsmann Music Group bekannt, sich von den beiden Rappern getrennt zu haben.

Weidel hatte damals getwittert, Bang sei «nichts weiter als ein asozialer Marokkaner» - eine Anspielung auf dessen Song «Asozialer Marokkaner». Der Musiker hat marokkanische Wurzeln, wurde aber in Spanien geboren und lebt seit seiner Kindheit in Deutschland.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, machte am Dienstag die Rapperszene für die Verrohung der Gesellschaft verantwortlich. «Diese Rapperszene, die gewaltverherrlichende, frauenverachtende Texte von sich gibt, schon seit Jahrzehnten, ist uns immer schon ein Dorn im Auge gewesen als Staatsbürger», sagte Baumann in Berlin. Da habe sich etwas entwickelt, was «höchst ungut» für die Gesellschaft sei.

Baumann sagte, ihm sei der aktuelle Vorfall noch nicht bekannt, aber er wundere ihn auch nicht. «Dass wir selber von solchen Leuten angegriffen werden, lieber Gott... Wir werden dauernd angegriffen», sagte Baumann. «Wenn ein Herr Farid Bang irgendwas sagt, nehmen wir das auch zur Kenntnis, bedauern aber umso mehr die Gesamtverrohung, die wir sehen». Die seien auch Spätfolgen «einer politischen Gesamtentwicklung, die wir linksgrüne versiffte Republik nennen».

 
© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
 
13
Kommentare
13
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 18.05.2018
    16:56 Uhr

    BlackSheep: @Blackadder, manchmal kommt eben das was man äußert anders an wie man es gemeint hat.

    0 0
     
  • 18.05.2018
    06:42 Uhr

    Blackadder: Wo, blacksheep, habe ich auch nur ein Wort zu Farid Bang hier geschrieben? Ich bezog mich ausschließlich auf die Aussagen Weidels im Bundestag und den Ordnungsruf und das können Sie nachlesen. Es ist eine Frechheit, mir sowas in den Mund zu legen!

    1 1
     
  • 17.05.2018
    21:00 Uhr

    aussaugerges: Im Netz wird sie gefeiert weil sie Recht hat,vollkommen.

    4 2
     
  • 17.05.2018
    19:54 Uhr

    BlackSheep: @Blackadder, nur ne Frage, Vergleiche mit KZ-Häftlingen sind verbrecherische Texte, aber der Nazi-Bitch die Nase brechen ist ok?
    Für mich offenbaren Sie gerade wiedermal ihre Doppelmoral.

    2 3
     
  • 17.05.2018
    13:57 Uhr

    Blackadder: @Interessierte: Womit denn?

    3 1
     

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