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Verdi-Chef Frank Bsirske (l) und Bundesinnenminister Horst Seehofer bei der Fortsetzung der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst.

Foto: Bernd Settnik

Tarifrunde für öffentlichen Dienst bisher ohne Annäherung

Müssen sich die Bürger auf neue Streiks von Straßenbahnfahrern, Erziehern und Flughafenpersonal einstellen? An diesem Dienstag wird bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst die Stunde der Wahrheit erwartet.

Von Basil Wegener, dpa
erschienen am 16.04.2018

Potsdam (dpa) - Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst am Montag keinen Durchbruch erzielt. Nach anfänglichem Optimismus blieb eine Annäherung vorerst aus.

«Es gibt Komplikationen, und wir müssen sehen, wie wir sie bewältigen», sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, in Potsdam.

Die Verhandlungsrunde soll bis zu diesem Dienstag dauern. Am Montag sollte es nach übereinstimmenden Angaben beider Seiten kein Ergebnis mehr geben. Möglich sind eine Einigung oder ein vorläufiges Scheitern der Gespräche. In der vergangenen Woche hatten massive Warnstreiks unter anderem Teile des Nahverkehrs in Deutschland lahmgelegt und den Flugverkehr gestört. Falls sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht einigen, sind weitere Ausstände wahrscheinlich.

Der Verhandlungsführer des Bundes, Innenminister Horst Seehofer (CSU), hatte zum Auftakt am Sonntag ein Angebot der Arbeitgeber «zum geeigneten Zeitpunkt» angekündigt. Er wolle zügige Verhandlungen und sei persönlich an einem vernünftigen Abschluss interessiert, sagte Seehofer, der als CSU-Chef im Oktober Landtagswahlen in Bayern zu bestreiten hat. Der Vorsitzende des Beamtenbunds dbb, Ulrich Silberbach, hatte einen Durchbruch am Montag oder Dienstag für wahrscheinlich gehalten.

Nach Gesprächen in der Spitzenrunde der Verhandlungsführer wurden die zahlreichen angereisten Vertreter der Kommunen sowie von Verdi über den Stand informiert. Zuvor war deutlich geworden, dass Ergebnisse von Arbeitsgruppen nicht zu einem schnellen Kompromiss führen würden. Diese waren eingesetzt worden, um Annäherungsmöglichkeiten auszuloten. Bsirske wollte keine weiteren Angaben machen. «Das ist es. Kein Kommentar», sagte er. «Die Stimmung ist mäßig.»

Ein Angebot der Arbeitgeber gab es zunächst weiter nicht. Seehofer, Silberbach und der kommunale Arbeitgeberpräsident Thomas Böhle äußerten sich vorerst nicht öffentlich.

Vor allem ein von den Gewerkschaften geforderter Mindestbetrag von 200 Euro mehr Einkommen für die unteren Lohngruppen galt als problematisch für die Arbeitgeber. Aber auch die Forderung nach unterm Strich sechs Prozent mehr Geld ist ihnen zu teuer. In dem Tarifpoker geht es um 2,3 Millionen Beschäftigte von Bund und Kommunen.

 
© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
 
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Kommentare
9
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 18.04.2018
    14:36 Uhr

    Zeitungss: @voigtsberger: Dann setzen Sie sich zum lachen mal hin. Eine Brille beim lesen wäre auch nicht schlecht, sonst hätten Sie doch schon einmal begreifen müssen, dass ich weder zum ÖD noch zum Beamtentum gehöre und es in Schriftform speziell für Sie in einem Beitrag niedergeschrieben habe. Nun gut, bei so viel Verbohrtheit geht das schon einmal unter. Sollten Sie aber doch einen Tipp haben, wie ich einen Nutzen daraus ziehen kann, ohne in diesem Bereich tätig zu sein, würde ich diesen gerne annehmen und mich erkenntlich zeigen.

    1 3
     
  • 18.04.2018
    13:31 Uhr

    voigtsberger: #tbaukhage: Na super, noch so einer mit menschenunwürdigen Niveau, der zu den erst nicht zu finanzierenden Tarifforderungen, noch eine Schippe drauf bekommt.
    #Zeitungss: Sie finden es toll und behaupten, sie sind kein Nutznießer, ich könnte mich vor lachen kaum noch halten, wenn es nicht so ernst und schamlos wäre!
    Aber wie lange noch?

    5 1
     
  • 18.04.2018
    10:45 Uhr

    Zeitungss: @tbauk...: Wäre ein Lösungsweg. Wenn voigtsberger allerdings die Ergebnisse dieser Verdirunde mitbekommt, nu aber dann .........

    2 5
     
  • 18.04.2018
    06:50 Uhr

    tbaukhage: Einfach mal nicht antworten ...

    2 2
     
  • 17.04.2018
    19:46 Uhr

    Zeitungss: @voigtsberger: Hätten Sie doch wenigstens die letzten beiden Sätze des ALLERLETZTEN gelesen, wären wir schon einen Schritt weiter. Genau aus diesem Grund habe ich es mir erspart, um nach der dritten Zeile ihren Beitrag weiter zu verfolgen, vertane Zeit. Um nicht weiterhin Raum in diesem Forum zu verschwenden, würde ich empfehlen, diese Runde, so unterhaltsam sie auch ist, zu beenden. Realität und Wunschdenken passt nun einmal ganz schlecht zusammen, man kennt diesen Grundsatz oder eben nicht.

    2 3
     

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