Werbung/Ads
Menü

Themen:

«Ausdrücklich soll es auch ein Gesprächsangebot an Kritiker sein», sagt Söder.

Foto: Andreas Gebert

Werte, Kultur und Identität: Söder kündigt Runden Tisch an

Mit seinem Kreuz-Erlass für bayerische Behörden hat Ministerpräsident Söder bundesweit Lob, aber auch viel Kritik auf sich gezogen. Nun lädt er zu einem Runden Tisch, um über Kultur und Identität zu sprechen. Auch Kritiker sollen kommen.

erschienen am 17.05.2018

München (dpa) - Nach dem Wirbel um die neue Kreuz-Pflicht in bayerischen Behörden plant Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nun einen runden Tisch zu Werten, Kultur und Identität des Landes. «Natürlich haben wir eine klare Haltung, aber wir sind offen für das Gespräch.»

Das sagte Söder der Deutschen Presse-Agentur in München. «Das soll mit einem großen Runden Tisch erfolgen, der sich über einen längeren Zeitraum austauscht.» Dazu einladen will Söder Vertreter der beiden großen Kirchen; er denkt aber auch an Vertreter anderer Religionsgemeinschaften, etwa der jüdischen Gemeinden, sowie an Vertreter aus der Wissenschaft, von Brauchtum und Kultur. «Ausdrücklich soll es auch ein Gesprächsangebot an Kritiker sein.»

«Uns ist wichtig, dass wir mehr miteinander reden anstatt nur übereinander. Das ist ein Angebot einer Diskussion über Selbstvergewisserung: Was bringt ein Land zusammen?», sagte der Ministerpräsident und kündigte an: «Wir wollen über unsere Identität reden, und zwar integrativ, einladend und nicht ausgrenzend. Wir wollen offen intellektuell und emotional diskutieren.»

Losgehen soll es nach den Pfingstferien, also im Juni, mit ungefähr 20 bis 30 Teilnehmern. Nach dem ersten Runden Tisch soll es dann voraussichtlich einzelne Gesprächskreise geben. «Wir wollen keinen klassischen Gipfel mit formalen Positionen, sondern einen offenen Austausch, mit persönlichen Wertungen und Empfindungen», erklärte Söder. «Es geht um das offene Wort - und Zuhören. Für mich ist auch wichtig zuzuhören.»

Von den beiden großen Kirchen will Söder möglicherweise mehrere Vertreter einladen. «Denn erkennbarerweise gibt es auch innerhalb der Kirchen unterschiedliche Strömungen», erklärte er.

Auf Initiative Söders hatte das bayerische Kabinett kürzlich beschlossen, dass im Eingangsbereich jeder Landesbehörde ein Kreuz aufgehängt werden soll. Dies war zum Teil - auch in Kirchenkreisen - als Instrumentalisierung des Kreuzes für Wahlkampfzwecke kritisiert worden. Kritik aus den Kirchen hatte Söder auch mit der Äußerung ausgelöst, das Kreuz sei «nicht ein Zeichen einer Religion», sondern ein «Bekenntnis zur Identität» und zur «kulturellen Prägung» Bayerns. Später stellte er klar, das Kreuz sei «in erster Linie ein religiöses Symbol», gehöre «aber auch zu den Grundfesten des Staates».

 
© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
 
0
Kommentare
0
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)

Lesen Sie auch

Bildergalerien
  • 26.05.2018
Angelika Warmuth
Der Mai macht auf Sommer

Offenbach (dpa) - Kurze Hosen, T-Shirts und Sandalen sind am letzten Mai-Wochenende für viele Menschen die beliebteste Kleidung. Das Tief «Wilma» trieb die Temperaturen in Deutschland hoch. zum Artikel ... Galerie anschauen

 
  • 24.05.2018
Audi
Audi A6 im Test: Dienstwagen für Digital Natives

Berlin (dpa-infocom) - Der 5er BMW ganz frisch und die Mercedes E-Klasse gerade überarbeitet - da will Audi nicht länger hinten anstehen und schickt jetzt einen neuen A6 ins Rennen um die Gunst von Flottenkunden und Vielfahrern. zum Artikel ... Galerie anschauen

 
  • 23.05.2018
Roland Weihrauch
Bilder des Tages (23.05.2018)

Rüsselstand, Große Klappe, Abkühlung, Gerettet, Am Eisbach, Nachwuchs, Wenn der Boden explodiert ... ... Galerie anschauen

 
  • 22.05.2018
Daimler AG
In welche Richtung das Automatikgetriebe beim Auto geht

Köln/München (dpa/tmn) - Noch vor rund 15 Jahren galten Doppelkupplungsgetriebe oder Wandlerautomaten mit fünf Stufen als sehr sportlich. Heute sind sie Standard. Hersteller wie Ford, Mercedes, VW und ZF bauen Getriebe mit immer mehr Gängen. zum Artikel ... Galerie anschauen


 
 
 
 
 
am meisten ...
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Blaue Börse jetzt neu!

Schalten Sie Ihre Anzeige noch auffälliger - mit Farbfoto oder mit größerer Überschrift! Ihre Anzeige erscheint mittwochs in der Freien Presse und gratis dazu 7 Tage im Internet.

► Zeitungsanzeige inserieren

 
 
 
 
 
|||||
mmmmm