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Auch das noch: Der beste Neuzugang des CFC, Myroslav Slavov, verletzt sich. Im Spiel eins nach dem Insolvenzantrag verlor der Club trotz 60 Minuten Überzahl mit 1:2 gegen Meppen.

Foto: Foto: Harry Härtel

CFC: Am Boden zerstört

Der Chemnitzer FC hat in der 3. Fußball-Liga daheim mit 1:2 gegen Meppen verloren. Doch das war nicht die einzige schlechte Nachricht.

Von Knut Berger
erschienen am 15.04.2018

Chemnitz. Vor dem Anpfiff der Drittligapartie des Chemnitzer FC gegen den SV Meppen waren die Fans gespannt, wie sich die CFC-Kicker auf dem Rasen präsentieren würden. Immerhin hatte die Vereinsspitze wenige Tage zuvor einen Insolvenzantrag gestellt und somit einen vorläufigen Tiefpunkt der wirtschaftlichen Turbulenzen erreicht. Die Spieler zeigten auf jeden Fall Charakter und ließen sich nicht hängen. Der Einsatzwille der Elf von David Bergner wurde aber nicht belohnt, weil das sportliche Niveau einmal mehr nicht reichte.

Die Himmelblauen verloren vor 5060 Zuschauern gegen den Aufsteiger aus dem Emsland 1:2 (0:1). Und dies, obwohl die Gastgeber fast eine Stunde in Überzahl spielten. Schiedsrichter Benjamin Cortus hatte den Meppener Torhüter Eric Domaschke in der 34. Minute vom Platz gestellt, nachdem er den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand gespielt hatte. "Die Niederlage passt irgendwie zu dieser Woche. Wir haben es nicht geschafft, uns in Überzahl klare Chancen herauszuspielen. Kämpferisch können wir uns sicherlich keine Vorwürfe machen. Das sind wir auch unseren Fans, die uns wieder toll unterstützt haben, schuldig", sagte Daniel Frahn, der in der 83. Minute den zwischenzeitlichen Ausgleich markiert hatte. "Doch wenn wir ehrlich sind, hätte Meppen sogar noch das eine oder andere Tor mehr schießen können", analysierte Frahn.

Erstmals seit seiner Verletzung, die er sich Anfang Februar zugezogen hatte, stand Kevin Kunz wieder im Kasten des CFC. Er hatte jedoch wenig Zeit, sich in Ruhe an seinen Arbeitsplatz zu gewöhnen, denn die Gäste orientierten sich zügig Richtung Chemnitzer Gehäuse. So war es auch nicht überraschend, dass Meppen in der 18. Minute durch Kremer 1:0 in Führung ging. Die Himmelblauen benötigten einige Minuten, den Rückstand zu verdauen, fingen sich aber. So lag in der 25. Minute das Spielgerät durch einen Kopfball durch Myroslav Slavov im gegnerischen Tor. Doch Schiedsrichter Benjamin Cortus versagte dem Treffer wegen eines angeblichen Offensivfouls die Anerkennung. Nach einer knappen halben Stunde nahm Tom Baumgart Maß, doch seinem Versuch fehlte es an der notwendigen Feinjustierung.

Ein Aufreger war dann die Rote Karte gegen Torhüter Eric Domaschke. Die Hausherren versuchten, aus diesem personellen Vorteil Kapital zu schlagen, dies gelang bis zur Pause aber nicht. Trainer Bergner vertraute im zweiten Abschnitt zunächst der Elf, die er zu Beginn der Partie auf den Rasen geschickt hatte. In der 51. Minute beförderte Marcus Mlynikowski einen Freistoß recht flott Richtung Meppener Tor, doch der Schlussmann parierte den Ball. Chemnitz erarbeitete sich anschließend mehr Spielanteile, vermochte es aber nicht, den Gegner in ernsthafte Schwierigkeiten zu bringen. Immer wieder fehlte es in der generischen Box an der letzten Präzision.

Meppen versuchte es mit Kontern, die dem CFC vorerst nicht gefährlich wurden. Der Stimmung auf der Südtribüne schadete die Situation auf dem Rasen nicht, der harte Kern der CFC- Fans unterstützte die Mannschaft nach wie vor. Ab der 67. Minute durfte dann Daniel Frahn mitmischen. Er wurde für Abwehrmann Mikko Sumusalo eingewechselt. Zwangsläufig geschmeidiger wurden die Angriffsaktionen der Himmelblauen deshalb nicht. Doch dann war Frahn trotzdem zur Stelle und machte in der 83. Minute den Ausgleich. Danach traf Tom Baumgart noch Aluminium. Doch statt sich wenigstens etwas zu belohnen und einen Zähler mitzunehmen, machten die Gäste das zweite Tor. Und ob in den vergangenen Tagen nicht schon genug Unheil im Umfeld des CFC passiert war, verletzte sich in der 82. Minute Myroslav Slavov. Der Stürmer musste mit Verdacht auf Außenbandriss acht Minuten vor dem Abpfiff vom Platz.

 
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