Wacker in Wernesgrün: Beide brauchen dringend jeden Punkt

Im Endspurt der Fußball-Vogtlandliga gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Irfersgrün und Treuen. Beide trennen nur zwei Punkte.

Plauen.

Vier Spieltage vor Saisonende haben die beiden Führenden in der Fußball-Vogtlandliga fünf Zähler zwischen sich und die Konkurrenz gelegt. Tabellenführer Irfersgrün (45 Punkte) scheint mit drei Siegen hintereinander wieder in die Spur gefunden zu haben und muss morgen in Rotschau (Platz 10) Farbe bekennen. Doch auch die lange in Abstiegsgefahr schwebenden Rand-Reichenbacher haben den Hebel umgelegt und nur zwei ihrer jüngsten neun Spiele verloren.

Treuen (43 Punkte) erwartet Syrau zum Duell Zweiter gegen Vierter. Treuen konnte seine jüngsten vier Partien gewinnen. Die Syrauer, zwischenzeitlich sogar einmal Tabellenführer, haben ihre Schwächephase mit vier Niederlagen in Folge überwunden und fuhren in den jüngsten beiden Partien wieder die volle Punktzahl ein.

Für den dritten Neustadt ist bei sieben Zählern Rückstand zur Spitze der Zug in Richtung Titelverteidigung wohl abgefahren, zumal die beiden Führenden noch ein Nachholspiel in der Hinterhand haben. Mit einem Erfolg beim Letzten in Lengenfeld könnte man zumindest den Bronzeplatz behaupten. Das Schlusslicht hat ganz andere Sorgen. In den vergangenen sechs Spielen blieben die Lengenfelder ohne Zähler, in den jüngsten drei fingen sie sich insgesamt 16 Gegentreffer ein.

Da es nur einen Absteiger gibt, liegen mit Wacker Plauen (zwei Punkte besser) und Wernesgrün (drei) noch zwei Teams in Reichweite. Beide treffen am Sonntag in Wernesgrün aufeinander. "Das Team zieht mit. Auch wenn die Personaldecke dünn ist, wollen wir das Beste draus machen und dieses vorentscheidende Match möglichst gewinnen", sagt Wernesgrüns neuer Trainer Ronny Singer. Der frühere Coach des VfB Auerbach II hat das Amt vor zwei Wochen von Ulrich Forner übernommen, zunächst bis zur Sommerpause. "Dann setzen wir uns wieder zusammen und schauen, ob es passt."

"Wir waren die ganze Zeit für alle der Absteiger, daher ist für uns auch jetzt noch jeder Gegner Favorit", sagt Wacker-Trainer André Neidhardt. "Daher gehen wir die Sache entspannt und optimistisch an. Zuletzt beim 0:3 gegen Treuen haben wir nicht das auf den Rasen gebracht, was wir können. Das soll in Wernesgrün besser werden."

Schreiersgrün als Fünfter könnte mit einem Heimsieg gegen Kottengrün (Rang 8) zumindest an einem Platz auf dem Siegerpodest schnuppern. Zumal die von argen Verletzungssorgen gebeutelten Kottengrüner jüngst zuhause zweimal unterlagen, zuletzt 3:4 gegen den VfB Mühltroff. Auch der spielt eine sorgenfreie Saison, verlor von den jüngsten sechs Spielen nur zwei - gegen die Spitzenteams Irfersgrün und Treuen. Mühltroff hat als Siebenter nun Heimrecht gegen den 1. FC Rodewisch (Rang 9). Auch die Rodewischer können in Ruhe für eine weitere Spielzeit in der Liga planen. Dass sie von drei der jüngsten vier Auswärtsfahrten jeweils alle Punkte mitbrachten, trug sicher dazu bei.

Punktgleich mit Mühltroff liegt der FC Werda auf Platz 6. Nur ein Sieg gelang ihm in den jüngsten vier Begegnungen, im Heimspiel gegen den VfB Auerbach II könnte man diese Bilanz ein wenig aufhübschen. Die Regionalliga-Reserve hat sich mit zwei Siegen in Folge auf den elften Platz vorgearbeitet und dürfte bei acht Zählern Vorsprung aus dem Abstiegskampf ausscheiden.

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