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Wie der FSV Zwickau die Pokalsensation gegen Dynamo Dresden verpasste

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Der FC Erzgebirge Aue trifft im Finale um den sächsischen Pott auf den Rivalen aus Elbflorenz. Für die SGD stehen Wochen der Wahrheit an.

Zwickau.

Mit den Kickers Offenbach, dem Halleschen FC und dem SV Meppen hat Rico Schmitt in seiner Trainerlaufbahn bereits die Landespokale in Hessen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen gewonnen. Auf den sächsischen Pott muss der Coach nun zumindest mal ein Jahr warten. Mit 1:2 unterlag der FSV Zwickau am Mittwochabend dem Drittligisten Dynamo Dresden. Die Gäste empfangen nun im Finale Erzgebirge Aue in heimischen Gefilden.

Mit großen Worten hatten beide Trainer vor dem Pokalknüller auf die Bedeutung dieses Halbfinales für ihre Vereine hingewiesen. Heiko Scholz redete vor den Wochen der Wahrheit in der 3. Liga über die eminent wichtige Teilnahme am DFB-Pokal in der kommenden Saison: "Für uns ist Zwickau deshalb wie ein Europacup-Spiel", hatte der 58-Jährige geäußert. Sein Gegenüber hatte für seinen Verein ebenso die Sehnsucht auf die rund 200.000 Euro Einnahmen für jeden Teilnehmer der ersten Pokalrunde, sicher auch mit Blick auf eine schlagkräftige Mannschaft in der neuen Regionalliga-Saison, zum Ausdruck gebracht. "Mit Mut und Überzeugung wollen wir zeigen, dass es uns auch gibt, dass wir stabil geworden sind. Ich weiß, was es unseren Fans bedeutet, diesen Pokal endlich einmal zu gewinnen", sagte Schmitt vor dem Anpfiff.

Der Fußballlehrer schenkte bis auf eine Änderung der am Samstag in Eilenburg erfolgreichen Startelf das Vertrauen. Allerdings setzte der
55-Jährige Toptorjäger Marc-Philipp Zimmermann zunächst auf die Bank. Dafür durfte Veron Dobruna von Beginn an ran. Beim befreundeten Kontrahenten mischte das nach Markus Anfangs Beurlaubung nun verantwortliche Trainertrio mehr durch. Den Wechsel des Torhüters (ohne Broll) hatte die SGD im Pokalwettbewerb allerdings bereits im Saisonverlauf so praktiziert. Bei den Feldspielern rückten Jonathan Meier, Jakob Lemmer und Robin Meißner für Kyu-Hyun Park, Stefan Kutschke und Paul Will in die Anfangsformation.

Und ein Wechsel machte sich sofort bezahlt. Nachdem Meißner FSV-Keeper Benjamin Leneis zunächst mit einem straffen Distanzschuss prüfte, stand er in der 17. Minute goldrichtig und verwerte eine Eingabe zur 1:0-Führung aus Sicht der Gäste. Und die Dresdner blieben auch danach spielbestimmend und besaßen die besseren Torchancen. Doch Leneis konnte sich erneut gegen Meißner und danach auch gegen Lemmers Schuss auszeichnen. Zudem bekamen die Schwäne allein schon körperlich eine andere Gegenwehr zu spüren, als es meist in der Regionalliga der Fall ist. In der 30. Minute hatten die Gastgeber Glück, als ein Handspiel von Kilian Senkbeil im eigenen Strafraum ungeahndet blieb. So ging es mit dem knappen Ergebnis in die Kabine.

Rico Schmitt reagierte zur Halbzeit und wechselte 13-Tore-Stürmer Zimmermann ein. Der Polizist im Hauptberuf bedankte sich in der 66. Minute mit dem Tor zum 1:1. Nach einer Flanke von Mike Könnecke köpfte "Zimbo" den Ausgleich. Danach verstärkten die Gelb-Schwarzen ihre Bemühungen, eine Verlängerung zu verhindern. In der 80. Minute hätte das auch beinahe geklappt. Kutschke sprintete allein auf das FSV-Gehäuse zu, doch Leneis reagierte glänzend und verhinderte einen Rückstand. Der 1,95-m-Hüne wuchs danach über sich hinaus, war aber beim entscheidenden Treffer des Tages machtlos. Erneut der auffällige Meißner staubte aus Nahdistanz zum Endstand ab.

Eine gute Nachricht gab es dennoch für den FSV an diesem Pokalabend: Vor dem Anpfiff verkündete die aktive Fanszene, dass die Mannschaft am 6. Juli in der Saisonvorbereitung ein Freundschaftsspiel bei Austria Salzburg bestreiten wird. Einnahmen aus der Partie sollen dem mit rund 1,9 Millionen Euro verschuldeten FSV zugutekommen.

Statistik

FSV: Leneis - Senkbeil, Somnitz, Frick, Kuffour - Albert, Könnecke (90. Will), J. Herrmann (77. Klein), Rüther (88. Schlüsselburg), Martens - Dobruna (46. Zimmermann).

SGD: Mesenhöler - Kammerknecht, Lewald, Bünning (V/53. Ehlers), Meier - Hauptmann, L. Herrmann, Zimmerschied (72. Kutschke) - Lemmer (72. Vlachodimos), Meißner, Borkowski (90. +2 Oehmichen)

Schiedsrichter: Albert (Muldenhammer)

Zuschauer: 7234

Tore: 0:1 Meißner (17.), 1:1 Zimmermann (66), 1:2 Meißner (89.).

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