Niederfrohnaer Kicker bei Länderspiel hautnah dabei

Die F-Junioren des Vereins werden bei der Partie Deutschland gegen Norwegen mit den Skandinavierinnen ins CFC-Stadion einlaufen - und können sich so für eine schwierige Saison motivieren.

Einmal in einem Fußballstadion auf dem Rasen stehen, wenn die Nationalhymnen der beiden Kontrahenten erklingen: Das wollen offenbar sehr viele Kinder aus der Region. Nach einem Aufruf gingen zahlreiche Bewerbungen bei der "Freien Presse" ein. Gesucht waren elf Mädchen und Jungen aus Chemnitz und Umgebung, die beim Frauen-Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und Norwegen am 29. November (16 Uh) im CFC-Stadion einen ganz besonderen Nachmittag verleben dürfen: Mit den Spielerinnen aus Skandinavien betreten die Kinder den Platz, lauschen den Nationalhymnen und sind dabei auch noch im Fernsehen zu sehen. Zudem werden sie mit Trainingskleidung und -schuhen eingekleidet und dürfen die nach dem Spiel behalten.

Insgesamt hatten sich bis Freitag knapp 30 Interessenten bei der "Freien Presse" gemeldet - mit durchaus kreativen Begründungen, warum sie ausgewählt werden sollten. Ein Verein verwies darauf, dass die Kinder im Winter auch Langlauf übten - und deswegen perfekt zu den Norwegerinnen passen würden. Ein anderer Club versuchte es gleich mal mit einem Bewerbungssatz auf Norwegisch.

Das Los fiel schließlich auf die F-Jugend des SV Niederfrohna. Die Mannschaft wurde erst vor zwei Jahren gegründet, berichtet Christoph Maier, dessen zwei Kinder dem Team angehören. "Sie ist aus einer Kindergartengruppe heraus entstanden." Einmal in der Woche werde trainiert, häufig in der Halle. "Weil wir aber mittlerweile rund 20 Kinder sind, spielen wir aus Platzgründen auch bei kaltem Wetter im Freien", berichtet Maier.

In diesem Sommer habe man die Mannschaft zum Spielbetrieb angemeldet, sagt Trainer Reinhardt Arndt. Da viele Spieler und Spielerinnen sehr jung seien, sei es bislang nicht so gut gelaufen. "Es gibt immer mal einen auf die Mütze." Tatsächlich stehen derzeit nur Niederlagen und der letzte Platz zu Buche. "Die Kinder haben aber trotzdem Spaß", sagt der Trainer. Und Maier ergänzt. "Sie haben sich schon verbessert und zuletzt drei Tore in einem Spiel geschossen." Als er den Aufruf für das Länderspiel gelesen haben, habe er sich sofort gemeldet: "Unserer Mannschaft würde es so gut tun, etwas zu gewinnen." Umso wohlwollender nahm Maier die Nachricht auf, dass die jungen Kicker nun tatsächlich mit den Profis einlaufen dürfen. "Darüber freuen wir uns riesig."

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