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Jordan Knackstedt trägt den Goldenen Helm bei den Eispiraten. Mit 18 Treffern und 38 Vorlagen ist er der beste Scorer. Foto: Andreas Kretschel

Foto: Andreas Kretschel

Eispiraten: Aus der DEL kommt vorerst keine Verstärkung

Der Eishockey-Zweitligist aus Crimmitschau bestreitet drei Partien innerhalb von fünf Tagen - fast mit dem kompletten Kader.

Von Holger Frenzel
erschienen am 09.02.2018

Crimmitschau. Trainer Kim Collins und Geschäftsführer Jörg Buschmann vertrauen dem vorhandenen Personal: Die Eispiraten Crimmitschau holen keine weitere Verstärkung aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), wo momentan eine Olympia-Pause eingelegt wird.

An den letzten Tagen war spekuliert worden, ob die Stürmer Fabio Pfohl als Leihgabe und Alexander Karachun als Förderlizenzspieler von den Grizzlys Wolfsburg zeitweise das Eispiraten-Trikot überstreifen können. "Wir haben eine funktionierende Mannschaft und können mit unüberlegten Personalentscheidungen viel kaputt machen", begründet Buschmann die Absagen. Der Geschäftsführer macht deutlich, dass die Verantwortlichen weiter Ausschau nach einem ausländischen Center für den zweiten Block halten: "Das muss dann aber ein absoluter Leistungsträger sein."

Auf die Eispiraten, die momentan auf dem 8. Platz in der DEL 2 stehen, wartet ein anspruchsvolles Programm mit drei Partien innerhalb von fünf Tagen. Sie treffen heute ab 20 Uhr auf die Löwen Frankfurt (Main). Am Sonntag, 17 Uhr, folgt das Sachsenderby bei den Eislöwen Dresden. Am Dienstag, 20 Uhr, steht das Heimspiel gegen den SC Riessersee auf dem Programm. "In allen Partien gilt: Wir müssen vor allem in der Defensive kompakt stehen", fordert Kim Collins, der im personellen Bereich fast aus dem Vollen schöpfen kann. Die Westsachsen müssen nur auf Verteidiger Ales Kranjc verzichten. Der 36-jährige Routinier nimmt mit der slowenischen Nationalmannschaft am Olympischen Turnier in Gangneung (Südkorea) teil. "Wir werden die Lücke schließen. Das ist auch eine Chance für andere Leute, die mehr Verantwortung übernehmen müssen", sagt Kim Collins mit Blick auf die jungen Verteidiger Philipp Halbauer und Ole Olleff. Durch das Comeback von Stürmer Christoph Kabitzky, der nach seiner Gehirnerschütterung wieder zur Verfügung steht und als Center im dritten Block vorgesehen ist, kann André Schietzold von der Offensive in die Defensive rücken. "Dort ist er für uns wertvoller", sagt Collins, der im gestrigen Abschlusstraining das Hauptaugenmerk auf die "Special-Teams" mit Überzahl und Unterzahl gelegt hat. In den Powerplayformationen soll es nach dem schwachen Auftritt bei der letzten Niederlage gegen die Lausitzer Füchse aus Weißwasser einige personelle Umstellungen geben.

Fest steht: Die nächsten Partien sind ein Fingerzeig, wohin die Reise der Eispiraten Crimmitschau in der DEL 2 gehen kann. Der Rückstand zum 6. Platz, der die direkte Play-off-Qualifikation bedeutet, beträgt drei Zähler. Allerdings haben die Westsachsen auch schon einen Vorsprung von zwölf Zählern auf die Play-down-Ränge. Der heutige Gegner aus Frankfurt (Main) steht auf Platz 3. Dresden ist Neunter. Der SC Riessersee nimmt Rang 2 ein.

www.eispiraten-crimmitschau.de

 
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