Orthopäde zieht Notbremse

Radsport, das ist die große Leidenschaft des Lichtensteiners Mike Fellendorf. Er hat sich den Fernfahrten verschrieben. Sein Wettkampfkalender für 2018 steht. Allerdings gibt es auch ein Problem.

Lichtenstein.

Mike Fellendorf kann es nicht lassen, seit zwölf Jahren ist er mit dem Rennrad auf großer Tour. Die langen Kanten sind seine Leidenschaft. Mehrfach ist er schon die Fernfahrten Paris-Brest-Paris und London-Edinburgh-London gefahren. In diesem Jahr finden die beiden stets international besetzten Radklassiker nicht statt. Der Wettkampfkalender der 50-jährigen Lichtensteiners ist dennoch gut gefüllt.

An erster Stelle stehen die Brevets. Das ist eine Serie über sechs Rennen und verschiedene Distanzen, wer sie komplett fährt, bekommt am Ende eine Medaille. Unterwegs müssen sich die Fahrer an Kontrollstellen ihre Teilnahme bestätigen lassen. Mike Fellendorf will alle Rennen bestreiten. Zugelassen sind pro Brevet nur 50 Fahrer. Fellendorf hat es geschafft und sich für die gesamte Serie einen Startplatz gesichert.

Der Startschuss dazu erfolgt im April gleich mit zwei Touren. Für Fellendorfsche Verhältnisse geht es eher gemächlich zu, 200 und 300 Kilometer sind angesagt. Im Mai folgen die 400 Kilometer und im Juni stehen 600 und 1000 Kilometer auf dem Programm. Doch damit ist noch lange nicht Schluss. Der Höhepunkt des Jahres wird dann im Juli sein. Mit dem Wettkampf Brüssel-Straßburg-Brüssel wird die Brevet-Serie beendet. 1200Kilometer sind zu bewältigen. Wenn Fellendorf das alles geschafft hat, könnte er zum zweiten Mal eine Medaille entgegennehmen. Schon traditionell will er auch noch im Juni die Fichkona in Angriff nehmen. Das ist ein Rennen vom Fichtelberg zum Kap Arkona über 615 Kilometer. Es wäre sein zwölfter Start bei der Fichkona.

Der Plan für 2018 steht also, ob er allerdings auch so umgesetzt werden kann, steht zurzeit in den Sternen. Über die Vorbereitung hat sich ein Schatten gelegt. Mike Fellendorf kämpft mit starken Rückenschmerzen. Damit plagt er sich seit London-Edinburgh-London im August vergangenen Jahres herum. Der Orthopäde hat dem Lichtensteiner für diesen Monat verboten, auf's Rad zu steigen. "Das muss ich akzeptieren. Mein Körper braucht auch einmal seine Ruhe", sagt Fellendorf. Er hofft, im März wieder in die Pedalen treten zu können. "Ich will auf alle Fälle versuchen, trotz des zeitweise verordneten Trainingsverbots das komplette Programm durchzuziehen", sagt Fellendorf.

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