Das sind die Stationen des 4. FFZ

Station 1, 12. Jahrhundert, 40 Pneuro: Obermarkt, am Denkmal Ottos des Reichen
Otto war im 12. Jahrhundert Markgraf von Meißen und hat das Potenzial des neu angelegten Christiansdorfs/Freibergs rasch erkannt. Auch der Obermarkt soll im 12. Jahrhundert, nämlich um 1186 herum, angelegt worden sein.

Station 2, 13. Jahrhundert, 30 Pneuro: Brauerei Freiberg
Das Bier aus Freiberg wurde 1266 erstmals urkundlich erwähnt. Es ging damals um einen Streit zwischen Freiberg und Dippoldiswalde. In einem Urteil wurde entschieden, dass "...auf allen gewinnhaften Zechen nur noch freibergisches Bier zu verkaufen..." ist.

Station 3, 14. Jahrhundert, 30 Pneuro: Bergwerk, Reiche Zeche
Der Reiche Zeche Schacht mit seinem weiträumigen Grubenfeld bietet den Besuchern die Möglichkeit, auf gesicherten vertikalen und horizontalen Auffahrungen von insgesamt 14 km Länge und bis in eine Tiefe von 230 m den Freiberger Gangerzbergbau bis in das 14. Jahrhundert zu erforschen.

Station 4, 15. Jahrhundert, 20 Pneuro: Dom
1480 erhob Papst Sixtus IV. die Freiberger Marienkirche auf Wunsch von Kurfürst Ernst und Herzog Albrecht zum Dom. Nach dem letzten großen Stadtbrand wurde der Dom ab 1484 als spätgotische Hallenkirche neu erbaut.

Station 5, 16. Jahrhundert, 20 Pneuro: Schmiede, Freibergsdorfer Hammer
Das denkmalgeschützte Freibergsdorfer Hammerwerk, Hammerweg 4, ist laut Freiberger Geo- und Umweltportal das einzige im Freiberger Bergrevier erhaltene originalgetreu rekonstruierte und voll funktionsfähige Hammerwerk mit Wasserrad, Schmiedehämmern und Blasebalg aus dem 16. Jahrhundert. Die erste urkundliche Erwähnung stammt allerdings erst aus dem Jahr 1607.

Station 6, 17. Jahrhundert, 10 Pneuro: Schwedenlager, Torstensson-Linde
Der schwedische Feldherr Lennart Torstensson soll dort im Dreißigjährigen Krieg die Befehle zur Belagerung Freibergs gegeben haben. Mit wenig Erfolg übrigens. So wie schon die Belagerung durch die Truppen unter Feldmarschall Banér im Jahre 1639 scheiterte auch dieser zweite Versuch um den Jahreswechsel 1642/43. Freiberg - von Banér übrigens "Rattennest" geschimpft - blieb für die Schweden uneinnehmbar. Entsprechend gibt es für die FFZ-Teilnehmer bei den vergnatzten Skandinaviern auch nur 10 Pneuro zu holen. Zudem haben sie angekündigt, sich eine besondere Schikane für die Fahrer einfallen zu lassen. 1632 war Freiberg übrigens schon einmal belagert worden - unter dem dänischen Heinrich Graf von Holck zu Eskildstrup und dem Feldmarschall Graf Gallas. Damals kapitulierte die Stadt.

Station 7, 18. Jahrhundert, 20 Pneuro: Universität, Bergakademie Freiberg (Merbachstraße)

1765 gegründet, gilt die TU Bergakademie Freiberg als älteste montanwissenschaftliche Universität weltweit.

Station 8, 19. Jahrhundert, 5 Minuten Zeitstrafe: Bahnhof
1862 wird die Eisenbahnlinie nach Dresden, 1869 die nach Chemnitz über Oederan und Flöha eröffnet. 1873 bzw. 1875 folgen die Strecken nach Nossen und Mulda. Und da jeder schon mal länger auf den Zug gewartet hat, gibt es hier beim 4. FFZ fünf Minuten Verspätung für die Fahrer und keine Pneuros. Wen es am häufigsten trifft, der wird Knastkönig 2012.

Station 9, 20. Jahrhundert, 30 Pneuro: Freiberg-Süd, Gewerbe- und Industriegebiet an der Berthelsdorfer Straße
Solarworld, Siltronic, Freiberger Compound Materials ... in dem Gebiet hat sich im ersten Nach-DDR-Jahrzehnt die Zukunft breitgemacht. Die Halbleiter- und Solarbranche trägt einen großen Anteil am Wohlstand und am Renommee Freibergs.

Station 0, Gegenwart, Ereignisstation/Start und Ziel: Schloßplatz
Auf dem neu gestalteten Platz können die FFZ-ler beim Fahrradbiathlon bis zu 60 Pneuro gewinnen. Oder ... naja, das überlegen wir uns noch.

 

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