Andrang in Chemnitzer Corona-Ambulanz

Innerhalb weniger Tage ist in der Messe ein Zentrum für Corona-Tests aufgebaut worden. Bei rund 100 Patienten wurde bis Dienstagmittag ein Rachenabstrich genommen.

Chemnitz.

In der am Morgen eröffneten Corona-Ambulanz in den Messehallen herrscht Andrang. Nicht alle Interessenten, die sich auf das Virus testen lassen wollen, werden aufgenommen.

Eine Durchsage 10.40 Uhr, die alle Wartenden auf dem Parkplatz erreichte, erklärte, dass ausschließlich Personen getestet werden, die aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind und Symptome aufzeigen sowie Personen, die mit nachweislich Corona-Infizierten in Kontakt waren. Alle anderen, so die Durchsage, können nicht angenommen werden. Eigentlich ist die Corona-Ambulanz ausschließlich für Chemnitzer eingerichtet. Offensichtlich nutzen auch Einwohner aus dem Umland die Möglichkeit, wie die Autokennzeichen unter anderem aus Erzgebirge, Hohenstein-Ernstthal und Mittweida vermuten lassen.

Beim Einfahren in den Parkplatz reichen zwei Helfer, geschützt mit Mundschutz, Hinweiszettel an die Patienten aus. Sie erhalten eine Nummer und müssen warten, bis diese aufgerufen wird.

Bis zum Mittag sind laut Amtsarzt etwa 220 Personen untersucht worden. Bei rund 100 Patienten wurde ein Rachenabstrich genommen.

Bis zu 140 Menschen mit Verdacht auf eine Infektion können in der Messe nahezu zeitgleich untersucht werden. Empfohlen wird, dass zur Anreise keine öffentlichen Verkehrsmittel genutzt werden, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Nach Angaben der Stadt stehen genügend kostenfreie Parkplätze zur Verfügung.

Geöffnet hat die neue Ambulanz am Messeplatz 1 von 8 bis 18 Uhr. (dy mit fp)


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3Kommentare
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  • 1
    1
    Einspruch
    19.03.2020

    Waren die alle in einem Risiko Gebiet oder haben Symptome? Oder muss man sich testen lassen, um dazu zu gehören und zu sagen, ich war dabei?

  • 8
    1
    MuellerF
    19.03.2020

    @612115: Auch die Kapazitäten fürs Testen sind begrenzt- daher konzentriert man sich richtigerweise zunächst (!) auf die größten Risikogruppen: Rückkehrer aus Risikogebieten MIT Symptomen & Menschen, die zu 100% wissen, dass sie mit einer infizierten Person Kontakt hatten. Würde man unterschiedlos jeden testen, der befürchtet, mit Infizierten Kontakt gehabt zu haben (zB beim Einkaufen), könnten die Angehörigen der vorgenannten Rsikogruppen inzwischen unwissentlich viele weitere Menschen anstecken-das wäre kontraproduktiv.

  • 7
    17
    612115
    17.03.2020

    Wer weiß denn heute noch, ob er mit einem Corona-Infizierten Kontakt hatte? Nach den Kriterien würde man also nicht getestet, wenn man "nur" mit trockenem Husten und Fieber vorbeikäme. Ganz toll. Die WHO empfiehlt "Testen, testen, testen", aber in Chemnitz scheint man das anders zu sehen.