Brand bei Sachsen-Guss in Chemnitz: 12 Personen im Krankenhaus

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Hat ein Defekt zu dem Feuer in der Abluftanlage und zu den verletzten Beschäftigten einer Firma in Wittgensdorf geführt?

Nach einem Feuer im Betriebsgelände der Firma Sachsen-Guss in Wittgensdorf sind am Montagvormittag zehn Mitarbeiter und zwei Angehörige der Berufsfeuerwehr mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden. Wie am Abend ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte, waren insgesamt 24Betroffene vom Rettungsdienst begutachtet worden.

Gegen 10.20 Uhr ging in der Rettungsleitstelle die Meldung eines Brandes in einer Werkhalle ein. "Nach derzeitigen Erkenntnissen war aufgrund eines technischen Defektes der Brand während eines Arbeitsprozesses an einer technischen Anlage entstanden", teilte ein Polizeisprecher mit. Der entstandene Schaden wird auf mehrere Hunderttausend Euro beziffert.

Laut Feuerwehr war der Brand in der Filteranlage eines sogenannten Formautomaten ausgebrochen. Er griff auf Rohrleitungen über. Mitarbeiter des Betriebes hätten versucht, das Feuer zu löschen. Zum Einsatz kamen 30 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr sowie die Freiwilligen Feuerwehren Wittgensdorf, Röhrsdorf und Glösa. Arbeitsschutz-Fachleute der Landesdirektion wollen sich heute ein Bild vor Ort machen.

Ein Anwohner berichtete, dass ihn die Sirenen am Montag nicht beunruhig hätten. Die Feuerwehr sei schon mehrfach zu dieser Gießerei gerufen worden. Das Unternehmen wollte zunächst keine Auskunft geben. Nach Angaben der Firma auf deren Internetseite sorgen knapp 700 Beschäftigte für einen Jahresumsatz von rund 100 Millionen Euro. Die ab 1976 errichtete frühere Rudolf-Harlaß- und spätere Flender-Gießerei gehörte bis 2013 zu Siemens. Das Sortiment reicht von Kleinteilen für Getriebe bis zu schweren Gusselementen für Windkraftanlagen. (mit mib)

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