Insolvenz des CFC könnte schon bald beendet sein

Amtsgericht liegt Plan für Vergleich vor - Fehlender Vorstand ist ein Problem

Chemnitz.

Insolvenzverwalter Klaus Siemon hat Ende vergangener Woche einen Insolvenzplan für den Chemnitzer FC eingereicht. Das bestätigte das Amtsgericht am Montag auf "Freie Presse"-Anfrage. Wie Gerichtssprecherin Birgit Feuring erklärte, werde der Plan zunächst von einem Richter auf formelle und juristische Richtigkeit geprüft, anschließend werde er allen am Insolvenzverfahren beteiligten Parteien zugestellt - also den Gläubigern und dem Schuldner. "Hier ist derzeit das größte Problem", sagte Feuring. "Da der CFC keinen Vorstand und auch keinen Notvorstand hat, haben wir niemanden beim Schuldner, dem wir den Plan zustellen könnten." Feuring war aber optimistisch, dass es eine Lösung gibt.

Sollte der Insolvenzplan, der inhaltlich einem Vergleich ähnele, zugestellt werden und alle Beteiligten akzeptieren ihn, wäre das Insolvenzverfahren beendet. Im April dieses Jahres war es eröffnet worden. Dem Chemnitzer FC drohe dann auch keine Löschung aus dem Vereinsregister mehr, wie Gerichtssprecherin Feuring erklärte. Zu konkreten Inhalten des eingereichten Plans machte sie keine weiteren Angaben. Der Richter am Amtsgericht habe nun maximal zwei Wochen Zeit, den Insolvenzplan zu prüfen. Anschließend wird der Plan zugestellt, danach gibt es einen Termin mit allen Beteiligten. Läuft alles wie vom Insolvenzverwalter gewünscht, könnte das Verfahren schon im kommenden Monat beendet sein. Klaus Siemon selbst gab auf Anfrage keine Stellungnahme zum Inhalt seines Insolvenzplans ab.

Der CFC hat aktuell keinen Vorstand, weil zur Mitgliederversammlung im August die Wahl eines neuen Aufsichtsrates gescheitert war. Dieser sollte nach dem Rücktritt des zuvor eingesetzten Notvorstandes einen neuen Vorstand bestimmen. Dazu kam es nicht, weil die Mitglieder nicht mit allen Kandidaten auf der eingereichten Liste für den Aufsichtsrat einverstanden waren. Derzeit liegen dem Amtsgericht zwei Anträge auf Einsetzung eines neuen Notvorstandes vor. Wann dieser eingesetzt wird, ist offen.

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