Photovoltaik soll im Freibad für eine Kostensenkung sorgen

Die Investition für die neue Solaranlage im Jahnsdorfer Freibad will der Betreiber in etwa fünf Jahren wieder einspielen. Und er hat noch weitere Pläne.

Mirko Kretzschmann (links) von der Firma Badbetreiber Erzgebirge und Knut Hartmann, Inhaber der Firma HFS Hartmann aus Ehrenfriedersdorf, montieren die Photovoltaikanlage auf dem Jahnsdorfer Freibaddach.

Von Georg Ulrich Dostmann

Insgesamt 25.000 Kilowattstunden soll die neue Photovoltaikanlage liefern, die in der zurückliegenden Woche auf dem Dach des Jahnsdorfer Freibades montiert wurde. Mit dieser Energiemenge ließen sich entweder zwölf Haushalte oder auch die beiden Pumpen der Freizeiteinrichtung ein Jahr lang mit Strom versorgen.

70 Module wurden auf einer Fläche von 120 Quadratmetern angeschlossen. Mitte der Vorwoche ging die Anlage in Betrieb. "Der Überschuss an elektrischem Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist. Denn auch im Winter produziert die Anlage Energie. Allerdings benötigt das Bad in dieser Zeit keine", sagt Knut Hartmann, Inhaber der Firma HDS Hartmann aus Ehrenfriedersdorf. Gemeinsam mit fünf weiteren Mitarbeitern einer Firma für Elektrotechnik sowie eines Dachdeckerbetriebes nahm er die Montage vor.

Die Idee für das Projekt hatte Carsten Dietzsch, Inhaber der Firma Badbetreiber Erzgebirge, die das Freibad seit dem vergangenen Jahr unterhält. Im Laufe der zurückliegenden Badesaison von Mai bis September fielen 14.000 Euro Stromkosten an. Zwar erhält Carsten Dietzsch für den kompletten Betrieb einen jährlichen Zuschuss von der Gemeinde. Doch er muss davon auch die Stromkosten bestreiten und überlegte deshalb, wie sich diese Ausgabe verringern ließe. "Schon in den vergangenen 20 Jahren verdoppelte sich der Strompreis. Ich möchte mir nicht ausmalen, wie hoch der Preis in den nächsten 20 Jahren sein wird", verdeutlicht der 33-Jährige seine Bedenken.

Sein Vertrag mit der Gemeinde läuft noch fünf Jahre. "Ich würde allerdings die Zusammenarbeit über diese Laufzeit hinaus gern fort- setzen. Daher ist die neue Photovoltaikanlage eine Investition in die Zukunft", erklärt Dietzsch zu seinen Plänen. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf 37.000 Euro. "Durch eine jährliche Stromersparnis in Höhe von rund 7000 Euro haben sich die Anschaffungskosten nach fünf Jahren rentiert", erklärt der Badbetreiber.

Neben dem Freibad in Jahnsdorf ist Dietzsch seit diesem Jahr auch für das Lugauer Schwimmbad zuständig. In den kommenden Jahren möchte er auch dort Stromsparmaßnahmen vornehmen. Konkrete Vorstellungen hat er aber noch nicht: "Ich möchte zunächst einmal die diesjährige Badesaison nutzen, um passende Maßnahmen für energetische Einsparungen zu finden."

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