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Sonniger Sommer sorgt im Freibad Rußdorf für kräftigen Umsatz

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Wieder mehr Gäste im Freibad und neue Technik für das Hallenbad in Limbach-Oberfrohna. Das sind für den Bad-Chef gute Nachrichten. Doch noch ist offen, was die Energiekrise für die Einrichtungen mittelfristig bedeutet.

Limbach-Oberfrohna/Rußdorf.

Mit ungefähr 35.000 Besuchern im Sonnenbad Rußdorf und einem damit zugleich verbundenen Umsatzplus von 25.000 Euro kann Badchef Dirk Schuler auf eine erfolgreiche Freibadsaison 2022 in Limbach-Oberfrohna blicken.

Zum Vergleich: Im Vorjahr kamen nur 20.000 Badegäste ins Sonnenbad. "Das ist ganz klar dem guten Wetter in diesem Jahr geschuldet", resümierte Schuler, der den Stadträten in ihrer jüngsten Sitzung einen Rück- und Ausblick zur Lage der städtischen Bäder Sonnenbad und Limbomar gab.

Freibad lockt nicht nur Badegäste an

Dass das Freibad in Rußdorf in den warmen Monaten nicht nur zum Bade- und Schwimmspaß genutzt werden kann, beweist Schuler schon seit einigen Jahren mit verschiedenen Formaten - von Disko über Konzert bis hin zu Fest und Hundeschwimmen. In diesem Jahr gab es besonders viele Veranstaltungen, die die Besucher nach Rußdorf lockten, wie zum Beispiel das Familienfest, das erstmals veranstaltete Grimeville-Festival oder das "LO-go!"-Festival.

Für 2023 kündigt der Badchef für Anfang Juni einen Auftritt von Comedian Olaf Schubert sowie eine Schlager-Party an. Auch die Jugend-Festivals sollen wieder stattfinden.

Nun liegt das Sonnenbad in Rußdorf für das nächste halbe Jahr aber erst einmal im Winterschlaf. Die Türen des Hallenbades Limbomar sind indes geöffnet und Dirk Schuler hofft, dass das auch langfristig so bleibt. Die monatelangen Schließungen durch die Coronapandemie seien hart gewesen - im Januar dieses Jahres blieb das Bad aufgrund der Beschränkungen noch dicht. Doch mit der jetzigen Energiekrise gibt es neue Unsicherheiten in den Freizeiteinrichtungen, weil für sie viel Energie nötig ist.

Neue Lüftungsanlage für mehr Energieersparnis im Limbomar

Durchschnittlich 1,2 Millionen Kilowattstunden sind es nach Angaben der Stadt im Limbomar pro Jahr. Deshalb der Auftrag an die Einrichtungen: alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Energie zu sparen. So wurden in diesem Jahr 350.000 Euro teure neue Lüftungsanlagen eingebaut. Die alte Lüftungsanlage, die noch aus dem Eröffnungsjahr 1998 stammte, war verschlissen und zudem technisch veraltet.

Die neuen Ventilatoren sollen nun nicht nur Energie sparen, sondern könnten auch besser Keime und Viren aus der Luft filtern, erklärt der Badchef. Um künftig ein Drittel des Energieverbrauchs vom Limbomar selbst decken zu können, soll im nächsten Jahr eine Fotovoltaikanlage auf das Dach des Hallenbades gesetzt werden. 125.000 Euro werden dafür veranschlagt, so Dirk Schuler.

Saunaschließung keine Option

Er selbst versuche, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Die jetzigen Verträge für Strom und Gas für das Bad liefen noch bis zum Jahr 2024. "Bis jetzt wurden keine Erhöhungen angekündigt. Und ich hoffe sehr, dass das so bleibt", so Schuler. Die derzeitigen Einschränkungen, die mit der Energiekrise verbunden sind - wie eine gesenkte Wassertemperatur und verkürzte Öffnungszeiten in der Sauna - würden die Badegäste bis jetzt aber ganz gut annehmen, sagt der Badchef. Es sei auch keine Option gewesen, die Sauna dauerhaft zu schließen, wenn alle anderen Einrichtungen in der Umgebung weiterhin geöffnet sind: "Da verliert man Kunden, die einfach nicht wiederkommen." Langfristig hofft Dirk Schuler auf ein Handeln der Politiker. "So, wie sich die Energiepreise derzeit entwickeln, funktioniert das für den Otto-Normalverbaucher einfach nicht."