Umstrittenes Holocaust-Gedenken in Chemnitz beendet

Entsetzen bei der Jüdischen Gemeinde: Die Asche von Opfern des NS-Massenmordes wurde nicht nur in Berlin ausgestellt. Am Mittwoch wurde die Installation entfernt.

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13Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    Interessierte
    05.12.2019

    Wo haben die denn die Asche ausgegraben ?
    Ist das nicht eine Störung der Totenruhe ???

  • 3
    4
    Malleo
    04.12.2019

    From....
    Es liegt nach Ihrem Kommentar die geistige Nähe zu ZPS auf der Hand.
    Schizophren!

  • 2
    4
    1371270
    04.12.2019

    Distel: wenn sie in ihrem Kommentar auch meine Eltern und Verwandten als "wahre Ungeheuer" bezeichnen, dann muss ich mich heftig auf die Zunge beißen, um nicht mit gleicher Münze zurück zu zahlen: einfach widerlich!!

  • 7
    11
    Distelblüte
    04.12.2019

    @Nalleo: Sue zitieren Weizsäcker: "Schuld ist wie Unschuld nicht kollektiv sondern persönlich".
    Genau das schrieb ich in meinem Kommentar. Nur leider ist in den meisten Familien Schweigen das Mittel der Wahl, wenn es um die Verstrickung der Eltern und Großeltern zur Nazizeit geht. Gern genommen wird auch eine geglättete, konfliktbefreite Familiengeschichte. Ist ha auch schon lange her, hat mit uns nichts zu tun.

  • 12
    7
    Malleo
    04.12.2019

    distel..
    Zu den Ungeheuern ein paar korrigierende Anmerkungen.
    Die kommen von R.v.Weizsäcker:
    "Schuld oder Unschuld eines ganzen Volkes gibt es nicht.
    Schuld ist wie Unschuld nicht kollektiv sondern persönlich"
    In den Debatten dieser Zeit sollten sich das einige ganz in Ruhe durch den Kopf gehen lassen.

  • 9
    5
    Malleo
    04.12.2019

    ZPS: mediale Aufmerksamkeit erreicht. Folgen? Keine!
    distel...Danke für die historische Aufklärung.
    Habe ich aber schon mal gelesen.

  • 11
    9
    Distelblüte
    04.12.2019

    Die Idee eines #Mahnmal/s, das Spuren von Asche der ermordeten Jüdinnen und Juden aus #Auschwitz enthält, ist eine Ungeheuerlichkeit.
    Aber: die wahren Ungeheuer waren die Täter der Nazis, die Wegschauer, die Mitläufer. Meine, unsere Verwandten.
    Das ist unentschuldbar.
    Was ich durch die Aktion des ZPS gelernt habe, was ich bisher nicht wusste,, wonach ich niemals gefragt habe: was geschah mit der Asche der Menschen, die in den Vernichtungslagern systematisch, industriell ermordet und dann verbrannt wurden?
    Die Asche, in der sich oft noch Knochenreste befanden, musste von Häftlingen zermahlen werden, um jede Spur zu tilgen. Sie wurde auf Äcker gestreut, in Teiche, Seen und Flüsse gekippt, in Wälder geschüttet, zu Dämmen aufgehäuft, sogar als Dünger verkauft. Rund um Auschwitz kann man keinen Boden betreten, der nicht mit der Asche und den Überresten der Toten vermischt ist. Anders als zum Beispiel in Dachau, Sobibor, Majdanek, Sachsenhausen, Flossenbürg, Bergen-Belsen und anderen Vernichtungslagern, wo die gefundene Asche der Gedenkstättenlandschaft und Erinnerungskultur zugeführt wurde, geschah rund um Auschwitz nichts dergleichen. War es zuviel, was hätte geborgen werden müssen?
    Das ZPS hat einen provokanten, übergriffigen Weg gewählt, um das Thema in den Blick der Öffentlichkeit zu holen. Gut gemeint bedeutet aber nicht gut gemacht.
    Mittlerweile gibt es ein Statement, in dem die Gruppe aufrichtig um Verzeihung bei den Nachkommen der Opfer und den jüdischen Gemeinden bittet.

  • 10
    13
    FromtheWastelands
    04.12.2019

    Die Asche der Ermordeten zur Schau zu stellen um den Betrachtern die Folgen vor Augen zu führen die es hat, wenn Demokraten vor Faschisten einknicken und allen Ernstes glauben man könne Hass und Verachtung vor dem Leben Anderer unter Kontrolle halten, ist also pietätlos und menschenverachtend. Wenn aber von dämlicher Erinnerungskultur und 180° Wende geredet wird, wenn 12 Jahre Gewaltherrschaft, Krieg und Völkermord als Vogelschiss bezeichnet wird, dann ist das alles falsch verstanden und garnicht so schlimm, haben das diverse Forenmitglieder nicht immer wieder so hingestellt?

    Die Aktion war extrem, aber richtig und offensichtlich notwendig, denn sie hat etwas thematisiert was in der geschichtlichen Bewertung gerne mal vergessen wird , aber politisch brandaktuell ist, nämlich das die 12 Jahre Grauen nie geschehen wären wenn die konservativ-bürgerlichen Kräfte nicht gedacht hätten sie könnten die NSDAP zügeln und ihr zur Regierungsmehrheit verhalfen.
    Angesichts der Liebäugelei zwischen Teilen der CDU und der AfD ein mehr als wichtiges Thema.

    Der Ärger der jüdischen Gemeinden und ihrer Vertreter ist nachvollziehbar und gerechtfertigt, allerdings sollten sie sich angesichts des rechten Terrors der letzten Jahre (Lübke-Mord, Angriff auf Connewitz, Synagogenangriff Halle, Revolution Chemnitz, Gruppe Freital, zahllose Brandanschläge, und, und, und...) und der schamlos-offenen Verbrüderung der AfD mit rechtsextremen Gruppen ("Trauermärsche" in Chemnitz, Zusammenarbeit mit IB, 1% und Pegida) die Frage stellen, ob es nicht derart drastische Aktionen erfordert die Politik endlich zum Handeln zu bringen.
    Das wäre vielleicht sinnvoller als Mahnwachen und salbungsvolle Reden zu halten nur um zwei Wochen später genauso weiter zu machen wie bisher.

  • 12
    16
    Lesemuffel
    04.12.2019

    Wer dem umstrittenen ZPS eine Bühne zur Verfügung stellt, hat nicht die Qualifikation für die Funktion des Generaldirektors der bisher hervorragend geführten Kunstsammlungen unserer Stadt. Hr. Bussmann sollte sofort beurlaubt werden. Die Opfer des Holocaust in der Zeit von wachsenden Antisemitismus so zu verhöhnen geht keinesfalls.

  • 21
    9
    ChWtr
    04.12.2019

    Ich denke, dieser Bußmann sollte Buße tun.
    Aber schnellstmöglich.

    Es ist zynisch im Hinblick auf die Opfer des Holocaust zu sagen, sinngemäß: Kunst darf alles - wir sollen aus der Komfortzone kommen.

    Das ist schäbig, Hr. Bußmann.
    Kunst darf vieles, Karikatur noch mehr, jedoch nicht uneingeschränkt alles.

    Pietätlos!

  • 25
    12
    franzudo2013
    04.12.2019

    Das ist weder Kunst, noch sind das Künstler. Was hat das in Chemnitz verloren? Wer gibt solchen Leuten eine Plattform?
    Wo bleibt die Antwort der Oberbürgermeisterin?
    Sie kann sich die Kranzniederlegungen sparen, wenn sie hier nicht im Sinne der jüdischen Gemeinde reagiert.

  • 23
    11
    1371270
    04.12.2019

    Traurig, traurig, Herr Bußmann. Frau Mössinger hätte wirklich einen besseren Nachfolger verdient!

  • 23
    17
    Hinterfragt
    04.12.2019

    Wann kapiert man es endlich, dieser Verein gehört verboten.