Weiteres Lokal am Brühl schließt

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Nach der Coffee-Art-Bar macht nun auch die Bar No. 10. dicht. Der Betreiber übt ebenfalls Kritik an der Stadtverwaltung.

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66 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    2
    Lexisdark
    04.02.2020

    Dummerweise kann jeder Bürger auf das Bundesimmisionsschutzgesetz pochen. Und das regelt Lärmbelastung überbehördlich. Da kann auch keine Stadtverwaltung was machen. Wenn der Mieter ab 22 Uhr schlafen möchte und darunter ne fette Disko stattfindet, MUSS eingegriffen werden. Ausnahmen haben vor Gericht selten bis gar nicht Bestand.

  • 4
    0
    Pedaleur
    04.02.2020

    Ich glaube, das Problem ist tiefgründiger. Einseitig auf die Stadtverwaltung zu hauen ist einfach. Die Belebung des Brühls erfolgt auf Krampf und kommt 20 Jahre zu spät. Die Investoren waren schneller und haben schicke neue Wohnungen aus den alten, potentiellen Immobilien gemacht. Man sollte nicht die erste Welle der Brühlbelebung vergessen.
    Über all diesen Bars sind Wohnungen. Im Erdgeschoss eine Musikkneipe und oben drüber die junge Familie funktioniert nirgends. Auch nicht in Berlin, man sieht es auch dort am Clubsterben. Außerdem frage ich mich, inwiefern nicht ein massiver Konkurrenzdruck entsteht, wenn man an zwei Stellen gleichzeitig beleben will. Kneipenmeile und Brühl.
    Tiefgründiger meine ich auch deshalb, weil man auf der einen Seite zurecht die Stadtverwaltung auffordert, Gesetze umzusetzen, für Ordnung und Sicherheit zu sorgen und auf der anderen Seite dann Muffigkeit und Provinzdenken unterstellt. Es gab Zeiten, da haben Protagonisten öffentliche Gespräche zwischen Stadtverwaltung und Kulturschaffenden initiiert. Man diskutierte, statt dauerhaft schlechte Presse zu produzieren und lotete somit auch Möglichkeiten aus.
    Musikkneipen/ Clubs und Wohnen funktioniert dort, wo es selbstverwaltet ist. Siehe Zukunft oder Balboa. Der richtige Weg wäre gewesen, die Häuser auf dem Brühl gemeinschaftlichem Nutzen zuzuführen. Es gab Ansätze, die scheiterten und auch die GGG hatte wohl eher die Notwendigkeit (oder sich so entschieden?) gewinnbringend zu verkaufen. Sie hätte anders agieren können. Dann wäre der Brühl mitnichten so schick, in Eigenleistung hergerichtete Häuser würden anders aussehen.
    Die Kneipen auf dem Kassberg leben ebenso mit diesen Einschränkungen und dort ist aus dem hippen Viertel der 90er ein vermeintlich genauso miefiges geworden. Beispiel? Als ich vor Jahren mit Freunden im Außenbereich des Monks nach 22:00 Uhr saß, kam ein Schwapp Wasser von oben.

  • 13
    3
    LindnerGmbH
    01.02.2020

    ...vielleicht sollte die Stadtverwaltung mal einen Ausflug nach Leipzig vornehmen...da gibt es keine Sperrstunde und somit kommen auch die Gäste. Wer Ruhe sucht muss/ soll aufs Land ziehen (wo ich selbst auch lebe).

  • 17
    2
    gelöschter Nutzer
    01.02.2020

    Solange diese Stadtverwaltung so arbeitet, wird in Chemnitz gar nichts belebt; und soll es wohl auch nicht. Man gewinnt den Eindruck, das Hauptziel der Stadtverwaltung ist es für Ruhe und für die geräuschlose Existenz des Chemnitzers auf dem heimischen Sofa zu sorgen.

    Entwickeln wird sich unter diesen Bedingungen so jedenfalls nichts lebendiges, aber das Selbstverständnis der Stadtverwaltung schient auch zu sein aus Chemnitz den letzten Hort der DDR-Muffigkeit zu machen.

    Wer in Sachsen modern leben will, muss eben nach Leipzig oder Dresden. Ruhefetischisten mit einer Vorliebe für DDR-Nostalgie sind dann hier richtig und erwünscht; das sollte man den Leuten auch ehrlich sagen. Leuten aber vorzugaukeln sie könnten am Brühl ein lebendiges Stadtviertel aufbauen um sie dann nach der Investition mit Kleingeistigkeit gezielt auszubremsen ist aus meiner Sicht schäbig. Sagt ihnen gleich: "Das wollen wir hier nicht, geht in eine andere Stadt!"

    Da kann die Freie Presse noch so viele Artikel über zugereiste Berliner drucken, die sich hier wohl fühlen. Eine Stadt in der alles neue und lebendige blockiert wird, stirbt. Dieser einen begeisterten Neuchemnitzerin könnte man mit Sicherheit zahlreiche ehemalige Chemnitzer gegenüberstellen, die wegen genau solcher Vorgänge gegangen sind.

    Man müsste vielleicht auch einmal über die Diskrepanz zwischen den Absichten der Stadtverwaltung und den Vorstellungen der gewählten Volksvertreter im Rathaus (und damit der Bürger) diskutieren. Da scheint mir ein krasser Gegensatz zu bestehen.

  • 17
    3
    cmi
    31.01.2020

    War leider schon abzusehen als das Atomino umziehen musste. Oder um es mit Kraftklub zu sagen: "Uuuuuuh meine Stadt ist zu laut!"

  • 30
    3
    Klemmi
    31.01.2020

    Voila und da haben wir es...großspurig von Wiederbelebung faseln und im gleichen Augenblick den Geschäftstreibenden das Leben schwer machen. Die Wiederbelebung stagniert nicht wegen fehlender Nachfrage, sondern der Stadtverwaltung wegen. In der Innenstadt verschärft auf Ruhe pochen. Mich würde es nicht wundern, wenn die Chemnitzer Stadtverwaltung, welche sich durch Starrsinn, Provinzialität und fehlender Kompetenz auszeichnet, der Kulturhauptstadtbewerbung einen Strich durch die Rechnung mit Banalitäten macht. Offensichtlich ist man nicht gewollt, jungen Menschen hier ein Stück entgegen zu kommen: Dresden und Leipzig werden sich freuen.