Annaberg: Ein Hauch von Wien beim Theaterball

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Der Förderverein des Annaberger Theaters bittet nach zwei Jahren Pause wieder aufs Parkett - an neuem Ort, mit neuem Konzept und einer Wiener Spezialität.

Annaberg-Buchholz.

Viele Jahre ist der traditionelle Theaterball im Ahornhotel Am Fichtelberg in Oberwiesenthal gefeiert worden. Doch nach zwei Jahren coronabedingter Zwangspause trennen sich die Wege der Veranstalter und des Hotels, wie Rolf-Jürgen Schubert vom Förderverein des Eduard-von-Winterstein-Theaters beschreibt. Der Verein organisiert die glamouröse Veranstaltung. Und die hat nun ein neues Zuhause gefunden: den Erzhammer in Annaberg-Buchholz. "Der bietet und viele kleine und große Räume", freut sich der Vereinsvorsitzende.

Denn derer werden einige benötigt für die "Nacht der Träume": Die Ensemblemitglieder benötigen ebenso wie die Musikerinnen und Musiker der Philharmonie Rück-und Umzugsmöglichkeiten, das Catering benötigt Platz, eine Bühne braucht es und nicht zuletzt sollen sich rund 200 Ballgäste an den beiden Abenden wohlfühlen und reichlich Platz zum Tanzen haben. So wie sie es von den bisherigen 27 Theaterbällen kennen.

Doch die 28. Ausgabe wird nicht nur der neuen Kulisse wegen anders sein. "Es gibt ein neues Konzept", kündigt Rolf-Jürgen Schubert an. So wird es zwar wieder ein erlesenes Menü, aber kein Buffet geben. Dafür wird erstmals eine Bar geöffnet haben. Und es soll ein Mitternachtssnack gereicht werden.

Und auch Intendant Moritz Gogg hat einige Neuheiten zu verkünden. So werden in diesem Jahr ausschließlich die beiden Publikumslieblinge aus dem Schauspielensemble, Leander de Marel und Udo Prucha, komplett durch das Programm führen. Die Philharmonie übernimmt die Rolle des Salonorchesters. Am Pult steht Kapellmeister Dieter Klug. Als Gast wird ein bekanntes Gesicht erwartet, das allerdings seit dem Start der neuen Spielzeit nicht mehr zum Ensemble gehört: Schauspieler Nick Körber.

Und dann wartet der Intendant, dessen Wiege ja bekanntlich in Wien stand, noch mit einem besonderen Programmpunkt auf: "Nach dem Mitternachtssnack wird es erstmals eine Quadrille geben", verrät er und freut sich schon auf das Spektakel, das er sich beim Wiener Opernball abgeschaut hat.

Der ursprüngliche aus Frankreich stammende Tanz, der zur Zeit Napoleons I. in Paris entstanden ist, wird auf dem Wiener Opernball in der heutigen Zeit ausschließlich zur Musik der Fledermaus-Quadrille von Johann Strauss getanzt. "Und ist dort immer der Hit", weiß Moritz Gogg.

Der Theaterball des Fördervereines findet am 11. und 12. November jeweils ab 19.30 Uhr im Erzhammer in Annaberg-Buchholz statt. Von jeder verkauften Karte geht 1,50 Euro an die Erzgebirgische Theater- und Orchesterstiftung. Kartentelefon: 03733 1407145

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