So reagieren Wirte im Erzgebirge auf 2G-Regel

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Ab Montag sollen in Sachsen schärfere Regeln für die Innengastronomie gelten. Im Erzgebirge wird jetzt mit weniger Weihnachts- und Familienfeiern gerechnet.


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99 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 6
    4
    Zeitungss
    05.11.2021

    @Bautzemann: Deutschland ist zZ. dabei Platz für das vergrößerte Parlament zu schaffen. Einheitliche Regelungen werden wir in nächster Zeit nicht erwarten, das steht schon einmal hinten an. Nichts gegen Föderalismus, leider ist Deutschland inzwischen wieder ein Flickenteppich in ALLEN Bereichen geworden und es wird noch weiter ausufern. Urban Priol fasste es gestern im BR mit wenigen Worten bestens zusammen, was für "empfindliche" Ohren nicht geeignet war. Martin Frank hat einen ähnlichen Beitrag in seinem aktuellen Programm, es werden täglich genug Vorlagen geliefert und die eigentlich Betroffenen schweigen lautstark.
    Wer also in Zukunft einheitliche Regelungen erwartet, sollte geistigen Beistand in Anspruch nehmen, wie er an Tankstellen schon heute erforderlich ist.

    Allen Lesern einen schönen Abend, nachdenken ist nicht verboten.

  • 17
    11
    MuellerF
    05.11.2021

    "Veranstalter, Gastwirte und andere öffentliche Einrichtungen sind keine Kontrollorgane des Staates."

    Ach nee, echt jetzt? Unternehmer jeglicher Coleur haben -unabhängig von den Pflichten des Staates- auch selbst Sorgfaltspflichten. Und darunter fällt derzeit der Infektionsschutz für Personal & Kundschaft.

    Manche Leute sollten sich mal entscheiden, WAS sie denn nun wollen: eine echte (!) Eigenverantwortung, also Erfüllung der Sorgfaltspflichten OHNE staatliche Einmischung, samt allen (also auch den negativen!) Konsequenzen ODER dass der Staat den Infektionsschutz allein regelt.

    Das zweite Szenario war ja schon in der jüngeren Vergangenheit nicht so beliebt ;)

    Was einige Betriebe & Vereine aber jetzt machen & fordern, ist dagegen Rosinenpickerei: man möchte keine vorgeschriebenen Einschränkungen, aber die finanziellen, sozialen & gesundheitlichen Folgen davon soll dann doch bitte lieber der Staat, bzw. der Steuerzahler tragen. Voll krass eigenverantworltich...

  • 23
    13
    KTreppil
    05.11.2021

    Ich gebe zu, anfangs skeptisch ggü der Impfung gewesen zu sein. Inzwischen bin ich froh geimpft zu sein, nicht nur wegen 2G und wäre froh, wenn mehr Leute sich impfen ließen. Denn dann, davon bin ich überzeugt, wären wir nicht da, wo wir jetzt sind. In meinem privaten und beruflichen Umfeld kenne ich nur 1 inf. Geimpften, dafür einige z.T. schwer erkrankte Ungeimpfte. Es drängt sich für mich inzwischen zunehmend die Frage auf, ob eine allg. Impfpflicht nicht doch der beste Weg wäre. Gab es in der DDR, z.T. auch in BRD, warum nicht in der jetzigen Situation zeitlich begrenzt? Ich will es nicht fordern, aber die Frage sollte erlaubt sein. Dann jedenfalls erübrigten sich alle G-Varianten und Kontrollen, die nicht gemacht werden können. Es liegt in der Natur des Menschen, dass Manches eben Pflicht werden muss. Wie die Schul-, Gurt-, Versicherungs- und Maskenpflicht... Im Übrigen ist für mich unsolidarischer, sich ohne med. Gründe gegen Impfung zu entscheiden, als diese 2G Regeln.

  • 15
    6
    Bautzemann
    05.11.2021

    Wir bewegen uns voll in der 4. Welle im 3. Jahr von Corona. Wie bislang erwartet und auch wahrnehmbar ist die politische Elite nicht in der Lage in unserem föderalen Staatssystem ein einheitliches Regelwerk oder gar Gesetzeswerk zu Stande zu bringen. Was wird wohl passieren wenn uns die 5. und 6. Welle ereilt. Haben wir dann nach 4 bis 5 Jahren Corona noch Vertrauen in unsere politische Elite? Eines jedenfalls steht fest. Veranstalter, Gastwirte und andere öffentliche Einrichtungen sind keine Kontrollorgane des Staates. Hier müssen die Ordnungsämter und Polizeireviere ran. Die sind aber leider chronisch unterbesetzt. Also was machen? Es werden weiter Regelungen und Verordnungen erlassen die uns den deutschen Wald (Papier) kosten. Dran halten wird sich eh niemand. Haben wir eine Gesundheitsanarchie?

  • 24
    20
    Hinterfragt
    05.11.2021

    Liebe Wirte, welche Ihr die 2G-Regel begrüßt, denktdaran, dass Ihr dabei auch diejenigen aussperrt, welche Euch während des Lockdowns die Treue gehalten haben und Speisen für zu Hause abgeholt haben.
    Genau denen dieser Leute, welche gesund , aber nicht geimpft sind, tretet Ihr damit symbolisch in den Hintern.
    Ich bin für kostenfreie Tests für ALLE und egal ob ungeimpft, geimpft, genesen - rein geht's nur mit Test - BASTA.

    Auch die 2G-Gruppe kann andere infizieren und gerade auch wenn dann nicht mehr auf Abstand und Gästezahl geachtet werden muss.
    2 G spaltet die Bevölkerung noch mehr.

    Ich bin geimpft und damit könnte es mir egal sein, aber mein solidarisches Empfinden treibt mir dabei den Blutdruck ins unermessliche.

  • 8
    5
    Zeitungss
    05.11.2021

    Fassen wir zusammen, die Gesundheit der Bevölkerung ist 2. . Die Klagen der Wirte sind wesentlich wichtiger und der Ruf nach Hilfen wird schon jetzt langsam lauter. Ganz am Rande wurde auch über Mißbräuche in der Vergangenheit in den Medien berichtet, welche nicht ganz unerheblich waren und heute es noch Ermittlungen gemacht werden. Diesbezüglich wurde ich hier schon mehrfach ausgepfiffen, es ist leider doch so.
    Wir alle lassen in dieser Zeit Federn, man muß es hinnehmen. Als Gaststätten wieder öffneten, versteinerte dem Gast oft der Blick beim Betrachten der Preise. Sollte gar mit Gas gekocht werden, kommt aufs Schnitzel noch der Co²-Aufschlag, werden wir doch sonst auch täglich mit neuen Mondpreisen eingedeckt.
    Übrigens die Vorstellungen des Bundesumweltamtes für die nächste Zukunft (FP berichtete), werden wir die Auswirkungen schon beim Kauf einer Semmel (Beispiel) wohlwollend (je nach Einstellung) zur Kenntis nehmen (müssen).

  • 16
    4
    Zaungast
    05.11.2021

    Einst reiste ich in ein fortschrittliches Land, wo jedem Bürger sofort nach erfolgter Impfung ein kleines Plastikkärtchen mit einem Impfzertifikat in Form eines QR-Codes ausgehändigt wurde - ähnlich wie hier, wenn man von irgendeinem Händler eine Rabattkarte erhält.
    In jenem Land war in jeder Einrichtung mindestens ein Smartphone bei der Hand, das mit einer kostenlos bereitgestellten App diesen Code einlesen und auswerten konnte - ähnlich wie hier, wo man eine Eintrittskarte mit Strichcode vorweist, um eine Veranstaltung besuchen zu können. Die Einrichtungen waren von ihrem jeweiligen Dachverband entsprechend vorbereitet und geschult worden. Das alles war 1/2 Jahr nach Beginn der Massenimpfungen tägliche Routine und kein Grund zur Aufregung. Das Wort „Lockdown“ ist dort aus dem Sprachgebrauch verschwunden.

    Wie dieses Land heißt? - Deutschland ist es jedenfalls nicht. In Deutschland treibt man nur mit Kassenbons einen vergleichbaren Aufwand.

  • 17
    20
    MuellerF
    05.11.2021

    " Aus seiner Sicht schiebt die Politik die Verantwortung nun erneut auf Unternehmer ab. "

    Wie der gestrige MDR-Beitrag "Corona & 3G: Warum wird kaum kontrolliert" beschreibt, schieben viele Wirte die Verantwortung ihrerseits auf die Gäste ab.
    Das nennen sie dann noch hochtrabend "Eigenverantwortung"- ich nenne es verantwortungslos!

    Die kapieren einfach nicht, dass sie sich durch ihr Verhalten selbst geradewegs in den nächsten Lockdown hinein manövrieren.
    Dann ist das Geschrei wieder groß, es wird auf alle möglichen Sündenböcke eingedroschen und die gepriesene "Eigenverantwortung" entpuppt sich als die Heuchelei, die sie ist.

    Ich sehe allerdings AUCH die Behörden in der Pflicht, die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren & Verstöße zu sanktionieren.
    Man sieht ja, wohin uns die allgemeine laissez-faire-Haltung schon wieder geführt hat.

  • 10
    8
    KTreppil
    05.11.2021

    Ganz klar, dass diese Branche nicht begeistert ist. Besser als alles wieder dicht ist es allemal. Das Argument, dass die Wirte kontrollieren müssen, kann ich nicht nachvollziehen, es ist ja wohl klar, dass nicht vor jeder Kneipe Polizei oder Ordnungsamt stehen. Die Frage der Echtheit von 2G Dokumenten steht auch im Raum. Erst gestern kam ein sehr interessanter Bericht dazu im MDR. Ich wage mal zu behaupten, dass auch 2G ähnlich lasch überprüft werden könnte wie 3G. Muss jeder Wirt für sich entscheiden, Gäste zu vergraulen wegen 2G oder Lockdown riskieren...wie auch jeder Gast, welches Risiko er bei welcher Gaststätte eingeht. Immer wieder, man hätte diese Probleme vielleicht nicht so, wären mehr Geimpft. Andererseits fällt aber auch auf, dass das Infektionsgeschehen mit auslaufen der kostenlosen Tests an Fahrt aufnahm. Rächt sich hier, dass damit Druck auf Ungeimpfte ausgeübt werden sollte? Was ist billiger, Tests für alle oder erneute Ausgleichszahlungen wegen Lockdown?