Demo für Verbesserung der Lebenssituation in Schneeberger Erstaufnahme

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Knapp 100 Demonstranten machen in Schneeberg auf die Lebensverhältnisse in der dortigen Erstaufnahmeeinrichtung aufmerksam.

Schneeberg.

Eine friedliche Demonstration von knapp 100 singenden Menschen hat sich am Sonntag gegen 14 Uhr von der Erstaufnahmeeinrichtung Schneeberg in die Innenstadt in Bewegung gesetzt. Die Veranstaltung ist angemeldet. Laut der Initiative Aufstehen gegen Rassismus im Erzgebirge (AGR), die sich unter anderem gegen Rassismus und menschenverachtende Stimmungsmache einsetzt und zu der Demonstration aufgerufen hat, soll die Veranstaltung auf die Situation der in Schneeberg untergebrachten Flüchtlinge aufmerksam machen. Eine Zwischenkundgebung ist auf dem Markt geplant. Das Ende ist gegen 17 Uhr zu erwarten. Ein Großteil der Teilnehmer trägt einen Mund-Nasenschutz.

Gegen 15.30 Uhr erreichten die Teilnehmer der Veranstaltung den Schneeberger Markt. Zwischenfälle gab es keine. Polizeibeamte begleiten die Demo. In der Altstadt sind nur wenige Passanten.

Für die Geflüchteten hat Juliane Rahel Nagel die Stimme erhoben. Sie ist seit 2014 Mitglied des sächsischen Landtags. Sie forderte, dass für die Menschen in den Asylheimen dringend etwas getan werden müsse. Auch gegen den Rassismus, dem sie teilweise ausgesetzt wären - zum Beispiel durch die Security. Sie forderte die Abschaffung der Erstaufnahmeeinrichtungen wie in Schneeberg. Geflüchtete sollten in Wohnungen untergebracht werden. Sie erhielt Beifall für ihre Worte. Bewohner verschiedener Heime in Sachsen schilderten ihre Situation. Mehrere bekräftigten, dass sie in Deutschland nicht nur essen und schlafen wollten, sondern sich integrieren möchten.

Nach dem Zwischenstopp laufen die Teilnehmer wieder zurück. Es sind gut 60 Heimbewohner und schätzungsweise 20 Unterstützer. (ka) 

Das könnte Sie auch interessieren

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.