Großer Einsatz in Aue: Mutmaßlicher Einbrecher springt in Fluss

Aue.

In der Nacht zum Dienstag hat es in Aue nach einem Einbruch einen aufsehenerregenden Einsatz gegeben, bei dem einer der mutmaßlichen Täter mithilfe der Feuerwehr aus der Zwickauer Mulde geholt werden musste.

Wie die Polizei berichtet, waren einer Zeugin zuvor zwei Personen an der Tür eines Geschäfts am Postplatz aufgefallen, die offenbar versuchten, dort einzubrechen. Polizisten stellten kurz darauf  zwei Männer, einen 19-jährigen Libyer und einen 20-jährigen Iraker, und kontrollierten sie. Zeitgleich überprüften weitere Beamte das Geschäft. Dabei fiel auf, dass die Tür aufgebrochen war. Bei der Durchsuchung machten die Beamten drei weitere Männer in dem Geschäft ausfindig. Diese wehrten sich gegen ihre Festnahme und versuchten zu flüchten. Einen 18-jährigen und einen 28-jährigen Libyer konnten die Beamten überwältigen. Ein Polizist wurde dabei verletzt. Dem dritten Mann gelang die Flucht aus dem Geschäft, ebenso den beiden zuvor bereits Kontrollierten. 

Der aus dem Geschäft geflohene Tatverdächtige, ein 18-jähriger Libyer, sprang an der nahegelegenen Schulbrücke laut Polizei mehrere Meter in die Tiefe, lief durchs Flussbett der Zwickauer Mulde und versuchte, sich zu verstecken.  An der Schieck-Brücke wurde er dann mithilfe von Feuerwehr und Rettungsdienst aus dem Fluss geholt und wegen Unterkühlung in ein Krankenhaus gebracht. 

Gegen das Quintett ermittelt die Polizei wegen des Verdachts des Einbruchs. Angaben zu einem Diebstahlsschaden liegen noch nicht vor, ebenso stehen konkrete Angaben zum Sachschaden noch aus. Die drei Festgenommenen befinden sich derzeit noch in Polizeigewahrsam. Die Ermittlungen dauern an. (lasc)
 

88 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    0
    Malleo
    07.10.2020

    Gebirger
    Für mich gibt es eine andere Fragestellung.
    Was werden wohl die Beamten denken, wenn sie die KGE- Fachkräfte :-) in den nächsten Tagen wieder bei deren "Arbeit" um Mitternacht antreffen?
    Ob sie wohl auch über die Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit nachdenken und der Glaube daran schwindet?
    Und, wie viele Beamte wird es wohl geben, denen es ebenso ergeht oder sich nach Scherbennächtle fragen: Bin ich hier im falschen Film?

  • 8
    1
    Malleo
    07.10.2020

    Lilli
    Fragen Sie die Anhänger der Betroffenheitskultur.
    Gestern konnte ich einer Diskussion von Grünen mit Bildvortrag nach Moria Besuch einer Landtagsabgeordneten beiwohnen.
    Abgesehen davon, dass es sehr schmerzhaft für mich war, wurde ich als kritischer Bürger bezeichnet, weil meine faktenbasierten Fragestellungen und Widersprüche nicht zur politischen Agenda der Grünen passten.
    Man kann über das bewusste Ausblenden von Fakten einfach nur den Kopf schütteln.

  • 10
    1
    mops0106
    07.10.2020

    @Lillilina: "...was ist nur mit der Gesellschaft los?"

    Hier im konkreten Fall sind es junge Menschen, die ihr Gastrecht missbrauchen, auch weil sie wissen, dass es sowieso ein Dauerrecht ist.

  • 10
    1
    Gebirger
    07.10.2020

    4 mal Jugendstrafrecht bedeutet Aufsätze schreiben, nur für den 28 Jährigen wird es eng...

  • 19
    3
    KTreppil
    07.10.2020

    Über das Strafmaß werden wir lieber nicht informiert, dies würde nur für unnötige Aufregung sorgen. Mehr als Bewährung wird da nicht rauskommen.

  • 19
    2
    Lillilina
    07.10.2020

    Wo soll das alles noch hin führen? Die einen zünden ihre Unterkunft an die anderen brechen in Geschäfte ein was ist nur mit der Gesellschaft los?
    Da fehlen einen langsam die Worte und ich bin gespannt mit welchem Strafmaß gearbeitet wird.

  • 17
    4
    Tauchsieder
    06.10.2020

    Auch wenn der Artikel sehr informativ war macht es die Sache aber auch nicht besser.

  • 25
    4
    KTreppil
    06.10.2020

    Diesmal sehr informativ, auch mit Angaben zur Nationalität, hoffentlich wird nun niemandem Rassismus unterstellt.