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Testpflicht: Was beim Tank-Trip nach Tschechien gilt

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Nach bundesweiten Regeln müssen Reiserückkehrer einen Coronatest durchführen lassen. Was heißt das für den kleinen Grenzverkehr?

Johanngeorgenstadt.

Schnell Zigaretten auf dem Markt in Potůčky kaufen, eine Tankstelle in Tschechien ansteuern oder den Kindern Oblaten mitbringen: Erst seit Mitte Mai ist das wieder möglich. Bis dahin verhinderten die Pandemie und die damit einhergehenden Maßnahmen zu deren Eindämmung den kleinen Grenzverkehr. Seit August gilt eine neue bundesweite Corona-Schutzverordnung, die eine Testpflicht von Reiserückkehrern vorsieht. Diese müssen entweder getestet, genesen oder geimpft sein. Ein Selbsttest zählt dabei nicht. In jedem Fall muss es ein professioneller Test sein, der von einer fachkundigen Person durchgeführt wird. Der Test muss vor Grenzübertritt vorgenommen werden. Diese neue Anforderung hat auch Leser Michael Mokroß aus Lauter-Bernsbach auf den Plan gerufen. Er hat sich an "Freie Presse" gewandt: "Eine Frage drängt sich sofort. Ist der kleine Grenzverkehr davon betroffen?"

Eckhard Fiedler von der Bundespolizeiinspektion Klingenthal antwortet mit einem klaren Nein. Die Änderungen der Testpflicht haben keinerlei Einfluss auf den Zigaretten- und Tanktourismus Richtung Tschechien. "Es wird zwar von einer generellen Nachweispflicht gesprochen, doch es gibt Ausnahmen, die aufgezählt werden", so Fiedler. Zu diesen Ausnahmen gehören etwa Berufspendler und Kinder unter zwölf Jahren. Ausgenommen von dieser Pflicht sind auch Menschen, die sich nicht länger als 24 Stunden im Ausland aufhalten. Zudem verweist Fiedler darauf, dass die Politik aktuell nur zwei Risikoeinstufungen kennt. Es werde nur noch in Hochrisikogebiete und Virusvariantengebiet unterschieden. "Tschechien ist aktuell keins von beidem." Allerdings verweist Fiedler auf die dynamische Lage, es könne sich immer schnell etwas ändern.

"Freie Presse"-Leser Michael Mokroß wollte außerdem wissen, wie das Ganze kontrolliert wird. Eckhard Fiedler spricht von einer erhöhten Präsenz seiner Kollegen an den Grenzen. "Die Kontrollen finden stichprobenartig direkt am Übergang statt", so Fiedler. Ansonsten sei die Manipulationsgefahr deutlich höher. Die Beamten würden mit Fingerspitzengefühl und Augenmaß agieren. Sollte bei einer dieser Kontrollen ein Verstoß festgestellt werden, dann nehmen die Polizisten die persönlichen Daten auf. "Wir leiten diese an die zuständigen Gesundheitsämter weiter. Bei uns werden sie, sobald der Vorgang abgeschlossen ist, wieder gelöscht."

 

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