Honig im Topf: Feuerwehr-Großeinsatz geht glimpflich aus

Hallbach. Noch einige Tage müssen die Räume gelüftet werden, erst dann kann die Familie aus Hallbach in ihr Einfamilienhaus zurück. "Es ist zum Glück nichts Schlimmeres passiert", sagt Sina Künkel, die derzeit mit ihrer Tochter bei ihrer Mutter im Nachbarhaus lebt. Am Sonntagabend hatte die 36-Jährige einen auf dem Herd stehenden Topf vergessen. Die Folge: ein Feuerwehr-Großeinsatz. Acht Wehren rückten mit 81 Einsatzkräften sowie zehn Fahrzeugen aus. Hinzu kamen Polizei und Rettungsdienst.

"Wir konnten vorab die Lage nicht genau einschätzen", erklärt Frank Kleiner, der den Einsatz leitete. Kurz nach 21 Uhr war der Alarm eingegangen. Als die Helfer am Haus eintrafen, stellten sie eine starke Rauchentwicklung fest. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Familie bereits ins Freie gerettet. Die Einsatzkräfte gingen mit Atemschutztechnik hinein. Löschwasser brauchten sie nicht. Denn es stellte sich heraus, dass die Küche nicht Flammen stand, sondern nur das angebrannte Essen qualmte. Der Topf wurde ins Freie gebracht, die Familie kam vorsorglich zur Untersuchung in ein Krankenhaus. Eine Stunde lang dauerte der Einsatz, an dem sich die Wehren aus Hallbach, Niederneuschönberg, Olbernhau, Pfaffroda, Schönfeld, Dittmannsdorf, Haselbach und Dörnthal beteiligten.


"Ich wollte selbst Honig herstellen", sagt Sina Künkel. Die Blüten müssten dazu lang mit Wasser und Zucker kochen. "Den Topf hatte ich beim Fernsehen vergessen." Ihre vierjährige Tochter habe an den Honig gedacht, als die Familie den Gestank wahrnahm. "Ich schaute in die Küche, wegen des Rauches bin ich sofort wieder raus, um die Feuerwehr zu rufen", so Sina Künkel. Einsatzleiter Kleiner betonte, dass sie sich genau richtig verhalten hatte. Von selbst gemachtem Honig hat die Familie erst einmal genug.

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