Jubiläumsausstellung offenbart enorme Vielfalt

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

60 Jahre nach der Gründung des Zschopauer Malzirkels geben dessen Mitglieder Einblicke in ihr Schaffen. Zu sehen ist dabei auch das Werk eines besonderen Mannes.

Zschopau.

Mit einer Vernissage eröffnen die Mitglieder des Zschopauer Malzirkels am Samstag, 13 Uhr, ihre Sonderausstellung. Anlass ist das 60-jährige Bestehen dieser Gruppe von Hobbykünstlern, deren Zahl in den verschiedenen Epochen immer wieder schwankte. "Jeder, der Lust hat, ist zur Eröffnung herzlich eingeladen", sagt Brigitte Wetzel, die seit 1986 als Leiterin fungiert. Unter dem Titel "Einblick 3" präsentieren sie und die restlichen 16 Mitglieder bis Ende November mehr als 50 größere Bilder sowie weitere Kunstwerke im Roten Saal von Schloss Wildeck, die die Vielfalt der Arbeit im Malzirkel deutlich machen sollen.

Auch Keramikskulpturen und illustrierte Kinderbücher sind vor Ort zu bestaunen, doch zum Großteil sollen Gemälde die Blicke der Besucher auf sich ziehen. Von klassischen Landschaftsbildern bis hin zu abstrakter Kunst ist alles dabei. Neben den Motiven stehen zudem die angewandten Techniken für die verschiedenen Varianten, mit denen die Künstler ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Aquarell, Öl, Acryl, Pastell oder auch Druck - alles wird ausprobiert, wenn sich die Mitglieder aller 14 Tage dienstags, 17 Uhr, im ehemaligen Schützenhaus treffen. Stand der Gruppe fast vier Jahrzehnte lang Carl-Heinz Westenburger aus Tannenberg als betreuender Künstler zur Seite, so kommen die Tipps nun vom Oederaner Grafiker Günter Wittwer. Und die Zschopauer lassen sich gern inspirieren. Für die Sonderausstellung wurden Kunstwerke neueren Datums ausgewählt, nur eins fällt dabei aus der Reihe. Es zeigt einen Geländefahrer, der sich Anfang der 1970er-Jahre bei "Rund um Zschopau" durch den Schlamm quält. Mit dem Bild wird nicht nur der Bogen zum Jubiläum "100 Jahre Motorradbau in Zschopau" gespannt, sondern auch zur Geburtsstunde des Malzirkels. Gemalt wurde es schließlich von Walter Arnold, der 1962 im Motorradwerk den Stein ins Rollen brachte. "Jeder Betrieb sollte sich kulturell engagieren. Und weil es bei MZ eine Maler-Werkstatt gab, die sich zum Beispiel um Werbung und Messe-Auftritte kümmerte, kam er auf die Idee", berichtet Brigitte Wetzel. Sie selbst stieß 1968 als Schülerin dazu - in einer Zeit, als der Malzirkel so manchem als Sprungbrett zum Studium diente. Nach der Wende folgten aber auch ganz andere Zeiten. "Mit nur noch drei Mitgliedern stand alles mal auf der Kippe", erinnert sich die Leiterin an eine schwierige Phase, die aber vorüberging.

Das könnte Sie auch interessieren

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.