Tafel stoppt Ausgabe von Ausweisen

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50 Bedürftige in Zschopau in der Warteschleife

Zschopau.

Die Nachfrage bei der von der Kirchlichen Erwerbsloseninitiative Zschopau (Kez) betriebenen Tafel hat sich in den vergangenen Wochen nahezu verdoppelt. Um das Verteilungssystem nicht zu überlasten, stellt die Kez gegenwärtig keine neuen Berechtigungsausweise aus. "Der Druck auf die Tafel bereitet uns große Sorge. Um die 50 Personen haben wir schon in der Warteschleife", sagte Kez-Leiter Thomas Friedemann.

Die Versorgung Bedürftiger mit Lebensmitteln zählt Friedemann zufolge zu den gegenwärtigen Herausforderungen der Einrichtung des Evangelisch-Lutherischen Kirchenbezirkes Marienberg. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gehören auch ukrainische Flüchtlinge zu den Bedürftigen, die sich an die Zschopauer Tafel wenden. Zugleich werden wegen der Inflation bei der Einrichtung die Lebensmittel knapp.

Ende 2021 hat sich der Zschopauer Brotkorb dem Netzwerk der Tafeln in Deutschland angeschlossen. Thomas Friedemann: "Wären wir diesen Schritt nicht gegangen, wüsste ich nicht, wie wir die Nachfrage in den Griff kriegen sollten." Alle zwei bis drei Wochen fährt inzwischen ein Transporter nach Dresden, um Nachschub aus dem Lager des Sozialverbandes zu besorgen, der unter anderem auch mit großen Lebensmittelherstellern Kontakte unterhält. (mik)

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