Klasse gestrichen: Längerer Schulweg für ABC-Schützen

Das Landesamt für Schule und Bildung streicht Auerbach eine von sieben geplanten Einschulungsklassen. 15 Kinder müssen nun mit deutlich längeren Schulwegen rechnen. Doch es gibt noch eine kleine Hoffnung.

Auerbach.

In Auerbach wird es zum Schuljahr 2020/2021 nur sechs statt sieben erste Klassen geben. Wie Knut Kirsten, der Auerbacher Fachbereichsleiter für Schulen, Kitas und Sport erklärte, hat das Landesamt für Schule und Bildung (Lasub) eine Schulstarter-Klasse gestrichen. "Wir dürfen in Auerbach nur sechs erste Klassen bilden ", so Kirsten, "da nach Abzug von Kindern, die in Förder- und freie Schulen gehen, 148 in staatlichen Schulen eingeschult werden sollen." Daraus ergäben sich rein rechnerisch sechs sehr volle Klassen. "Damit waren wir als Schulträger gezwungen alles wieder umzuplanen", so Kirsten: Konkret soll es in den drei Grundschulen jeweils zwei erste Klassen in der Grundschule Hinterhain, eine in der Gebrüder-Grimm-Grundschule und drei in der Diesterweg-Grundschule geben. "Für die Grundschule in Hinterhain hatten wir eigentlich drei Klassen geplant", erklärte der Auerbacher Schulamtsleiter. "Das heißt, wir mussten von dort eine ganze Klasse auf die anderen Grundschulen verteilen." Für 15 Schüler bedeute das längere Schulwege, weil sie nicht ihre Wunschschule besuchen können. Die Stadt hat sich deshalb an das Sächsische Kultus-Ministerium gewandt.Noch bestehe die kleine Hoffnung, so Kirsten, doch noch eine siebte Klasse bilden zu dürfen. Am Donnerstag sollen Eltern die Einschulungsbescheide per Post zugehen. (em) 

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