#wirsindmehr: Diese Musiker treten am Montag in Chemnitz auf

#wirsindmehr - Aufstehen gegen rechte Hetze - das ist nach den Vorkommnissen am 26. und 27. August das Motto eines hochkarätig besetzten Konzerts.  Viele bekannte Bands und Künstler wollen ab 17 Uhr friedlich auf dem Parkplatz an der Johanniskirche ein Zeichen setzen. Diese Musiker treten auf:

Die Chemnitzer Band Kraftklub ging letztes Jahr mit Ihrem Album "Keine Nacht für Niemand" auf große Deutschland-Tour. Die fünfköpfige Band überzeugt Fans durch ihren ganz eigenen Musikstil, einer Mischung aus Hip-Hop und Rock. Bekannte Hits, die vielleicht auch Montag "am Kopp" gespielt werden, sind "Karl-Marx-Stadt", "500K" und "Schüsse in die Luft".

Die Berliner Künstlerin Nura gehört zu dem weiblichen Hip-Hop-Duo namens SXTN. Die beiden Sängerinnen setzen sich mit provokativen und gesellschaftskritischen Texten für Frauenrechte, sexuelle Freiheit und Gleichberechtigung ein. Mit "Ich bin Schwarz" von SXTN oder dem gemeinsamen Song mit dem Rapper Ali As "Von den fernen Bergen"  unterstützt Nura die Integration von Ausländern und Flüchtlingen.

Neben SXTN treten auch K.I.Z. auf. Die Band stammt ebenfalls aus Berlin. Das Hip-Hop-Trio setzt sich aus den Sängern Tarek, Nico und Maxim zusammen.  Am Montag werden sie bei #wirsindmehr die Chemnitzer  vermutlich mit ihren erfolgreichsten Songs "Hurra die Welt geht unter" oder "Verrückt nach Dir" unterstützen.

Feine Sahne Fischfilet ist eine Punkrock-Band, die sich schon seit vielen Jahren gegen Fremdenhass, Rechtsextremismus und Homophobie einsetzt. Im Januar 2018 landeten sie mit dem Album "Sturm & Dreck" auf Platz 3 der Deutschen Charts. Sie begeistern ihre Fans mit Songs wie "Alles auf Rausch" oder "Komplett im Arsch".

Trettmann tritt am Montag ebenfalls auf.  Da der Sänger in Chemnitz geboren wurde, hat er einen besonderen Bezug zu der Stadt.  Der Musikstil Trettmanns, der vor allem von einer sehr weichen Aussprache geprägt ist, zieht inzwischen unzählige Fans in seinen Bann. Das Album "DIY" ermöglichte Trettmann im vergangenen Jahr den großen Durchbruch. Er wird bei #wirsindmehr mit Songs wie "Knöcheltief" auftreten.

Am 31. August erscheint das Album, welches in den letzten Wochen große Begeisterung unter den Anhängern der deutschen Rap und Hip-Hop Szene verursacht hat. Casper und Marteria veröffentlichen gemeinsam das Album "1982". Mit den vorab veröffentlichten Titeln  "Supernova" und "Champion Sound" haben sie bereits viele Fans überzeugt. Am Montag werden hoffentlich noch weitere Titel aus dem Album "1982" von Casper und Marteria in der Innenstadt aufgeführt werden.

Die Toten Hosen sind inzwischen Legenden der deutschen Rockmusik. Mit mehr als 30 Jahren Bühnenerfahrung wissen sie,  wie man das Publikum für sich gewinnt und eine großartige Show aufführt. Neben der Musik engagiert sich die Band stark politisch und sozial. Ihr letztes Album "Laune der Natur" landete auf Platz eins der deutschen Charts.

Bewertung des Artikels: Ø 3.3 Sterne bei 8 Bewertungen
4Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 0
    1
    Hinterfragt
    03.09.2018

    Na, schau an, jetzt ist man auch in Berlin aufgewacht, und merkt wessen Geistes Kind da einige der Truppen sind ...

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/chemnitz-annegret-kramp-karrenbauer-kritisiert-frank-walter-steinmeier-a-1226255.html

  • 3
    1
    Steuerzahler
    03.09.2018

    Seit wann ist denn Polizei allein für Prävention zuständig. Hier wird sich doch wie immer wieder etwas zurechtgebogen. Prävention fängt bei der Bildung an und hört beim politischen Klima noch lange nicht auf. Und auf diesen Gebieten ist doch wohl die Politik zuständig. Zur Gewaltprävention gehört doch wohl auch, dass gewaltverherrlichende Texte und Songs indiziert gehören und deren Verbreiter nicht noch aus linkslastigen politischen Gründen der Bevölkerung als Vorbild dargestellt werden, weil das dann schon an Demagogie grenzt.
    Beispiel: www.songtexte.de/songtexte/feine-sahne-fischfilet-wut-2319248.html
    Hochachtung vor den Polizisten, die sich am Montag solche Texte anhören müssen und trotzdem ihren Job tun!
    Ja und Blackadder, vielleicht bringt Sie das weiter, wenn Sie sich mal die absoluten Zahlen betrachten, die in Folge von Tötungsdelikten 2017 verstorben sind. Vielleicht erübrigt sich das dann, dass Deutschland extrem gut da steht, weil so eine Aussage impliziert, dass es auf die paar hundert Toten nicht so ankommt. Jeder Tote ist einer zu viel, egal durch wessen Hand er stirbt! Und im Übrigen sei darauf verwiesen, dass nicht nur bei der Polizei massiv gespart wurde. Auch die Gerichtsmedizin wurde zusammengestrichen bis zur Schmerzgrenze, so dass führende Persönlichkeiten auf diesem Gebiet mehrfach darauf hinwiesen, dass das ein Ansteigen der Dunkelziffer bei Tötungsdelikten zwangsläufig zur Folge hat. Und ja, gespaart haben CDU und SPD gemeinsam bis zum geht nicht mehr und versuchen nun die Umkehr. Was aber ist mit Grün und Links? Sie wollen doch niemanden erzählen, dass das die Polizeifreunde sind und die Linksautonomen zur nächsten Feier der Polizei mit Blumen erscheinen?

  • 2
    5
    Blackadder
    03.09.2018

    @Lesemuffel: Für die Gewaltprävention ist die Polizei zuständig. Fragen Sie doch mal nach, wer die Polizei in den letzten Jahren zusammengespart hat? Ganz verhindern wird man Morde und Gewalttaten nie können, aber seit Beginn der 2000er Jahre ist die Zahl schon zurückgegangen.

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2229/umfrage/mordopfer-in-deutschland-entwicklung-seit-1987/

    Außerdem liegt Deutschland mit einer Tötungsrate von 1,2 im weltweiten Vergleich extrem gut. Die USA hat 5,4; Russland 10,8 (Tötungsdelikte pro 100.000 EW).

  • 5
    4
    Lesemuffel
    03.09.2018

    Bei all dieser Feierei geht das Hauptproblem unter: Was tun Politiker, die sich gegen die "besorgten Bürger (lt. AVAAZ Inserat) wenden, für den Schutz der Chemnitzer, damit solch ein Mord nie wieder geschieht? Dazu hört und liest man leider nichts.



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...