Wasserfall auf Zeit ins Zschopautal

Lichtenwalde.

Ein seltenes Naturschauspiel können Wanderer und Ausflügler im Zschopautal unterhalb vom Schloss Lichtenwalde erleben. Dort, wo der Wanderweg ins Fischergässchen und zum Pilz abzweigt, ergießt sich seit Montag ein Wasserfall. Doch es waren nicht die Wasserspiele im Schlosspark, die abgelassen wurden - das ist längst passiert -, sondern der 800 Kubikmeter fassende Hochbehälter in Nachbarschaft der Orangerie. Das vier Meter tiefe, ovale Becken muss alle vier Jahre vollständig entleert werden, um dann die Sedimente und die Schlammschicht auf dem Grund des Behälters abzupumpen. Dazu wurden auch alle Fische aus dem Becken per Hand abgefischt und in großen Fässern "zwischengelagert". Nach der Reinigung soll der Behälter in der zweiten Wochenhälfte wieder volllaufen: mit Wasser, das aus der Zschopau nach oben gepumpt wird. Eile ist vor allem deshalb geboten, weil das Becken auch als Feuerlöschteich für Lichtenwalde dient. Ursprünglich war es beim Anlegen des Barockgartens gebaut worden, um die zahlreichen Wasserspiele und -becken im Park ständig mit Wasser zu versorgen. Das gelangt mittels Pumpen aus der Zschopau ins Schlossgelände und im natürlichen Gefälle wieder ins Tal. Der Schlosspark ist im Winterhalbjahr für jedermann ständig geöffnet. Eintritt wird in dieser Jahreszeit nicht erhoben. (gt)

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