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Vor der Ausländerbehörde des Landkreises Mittelsachsen campieren seit dem frühen Donnerstagmorgen etwa 30 Flüchtlinge aus Syrien. Die Männer waren nach eigenen Angaben am Tag zuvor aus einer Erstaufnahmeeinrichtung in Dresden in ein ehemaliges Hochschulgebäude in Roßwein verlegt worden. Sie lehnten es aber ab, in den dortigen Kellerräumen zu übernachten und verbrachten die Nacht im Freien.
Die Bedingungen in dem Gebäude seien nicht zumutbar, sagte ein 42-Jähriger, von den Toiletten unmittelbar neben den Betten rieche es. "Wir erwarten keine Wohnung und kein eigenes Haus, aber einen menschenwürdigen Platz", erklärte der Mann, der nach eigenen Angaben Agraringenieur ist. Die Gruppe werde so lange auf dem Gelände am Rotvorwerk bleiben, bis eine Lösung gefunden sei. Seitens des Landratsamtes wird ihnen keine Hoffnung gemacht. "Unsere Aufnahmekapazitäten sind erschöpft, wir können keine Alternativen anbieten", sagte Steffen Kräher als Abteilungsleiter für Ordnung und Sicherheit. (jan)





