OB-Wahl in Brand-Erbisdorf: Es wird noch mal spannend

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Um den Posten des OB haben sich Amtsinhaber Martin Antonow, der Lindaer Mirko Espig und Einzelkandidat Michel Franz aus Kleinschirma beworben. Doch im ersten Anlauf reichte es für keinen. Am 28. Februar wird erneut gewählt.

Brand-Erbisdorf.

Die Brand-Erbisdorfer können am 28. Februar ein zweites Mal an die Wahlurnen treten. Im ersten Wahlgang hat keiner der drei Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters in der Bergstadt die absolute Stimmenmehrheit erzielt. Amtsinhaber Martin Antonow konnte mit 1747 Stimmen zwar 46 Prozent der Wähler für sich einnehmen, doch das reicht nicht zur Wiederwahl. Der Lindaer Mirko Espig (parteilos), der das Mandat der CDU hat, erzielte mit 1141 Stimmen das zweitbeste Ergebnis. 30 Prozent der Wähler stimmten für ihn. Der parteilose Einzelkandidat Michel Franz, der in Kleinschirma zu Hause ist, erhielt 911 Stimmen und kam damit auf 24 Prozent.

Mit 49,4 Prozent hatte nur knapp die Hälfte der Wahlberechtigten im Stadtgebiet ihre Stimme abgegeben, zurückzuführen sei das Ergebnis diesmal vor allem auf die hohe Anzahl der Briefwähler. Vor sieben Jahren zur OB-Wahl traten 50,1 Prozent der Wahlberechtigten an die Urnen.

"Am 28. Februar, beim zweiten Wahlgang, ist als Stadtoberhaupt gewählt, wer die meisten Stimmen auf sich vereinen kann", blickt Stadtwahlleiterin Britta Brinster voraus. Nach ihren Worten erhalten nun alle, die beim ersten Wahlgang die Briefwahl vorzogen, die Unterlagen direkt nach Hause. "Sie müssen dafür nichts tun", sagt sie. Die drei OB-Bewerber haben nach ihren Worten nun bis 12. Februar, 18 Uhr Zeit, ihren Wahlvorschlag zurückzuziehen, falls sie nicht erneut antreten wollen.

Der Wahltag in der Bergstadt begann eher verhalten, wie Stadtwahlleiterin Britta Brinster einschätzte. Vielleicht waren es die Warnungen vor Sturm und heftigem Schneefall, die viele der Wahlberechtigten zunächst abwarten ließen, wie sich das Wetter entwickeln würde. Vorgesorgt aber hatte der Winterdienst in der Stadt, denn schon vor 8 Uhr - vor Öffnung der acht Wahllokale im gesamten Stadtgebiet - hatte der Bauhof die Bereiche vor den Gebäuden geräumt. Auch die Straßen waren gut befahrbar, hieß es aus der Stadt.

Von den insgesamt 9530 Einwohnern der Bergstadt und der Stadtteile konnten gestern 7720 Wahlberechtigten einem der drei Kandidaten ihre Stimme geben. Während die insgesamt 2078 Briefwähler schon in den Vortagen sowie noch am Wahltag das Kreuz für ihren Bewerber gesetzt hatten, nahmen dann im Laufe des gestrigen Tages doch noch viele den Weg in ihr Wahllokal. Von den 5573 Wahlberechtigten (ohne Briefwahl) waren insgesamt 1674 Wähler bis 17.45 Uhr erschienen.

Zur OB-Wahl 2014 hatten 4290 Brand-Erbisdorfer die Gelegenheit genutzt, Martin Antonow zu wählen. Es gab 4228 gültige Stimmen, 62 waren ungültig. Die Anzahl der Briefwähler lag 2014 bei 624.
Im Vorfeld des gestrigen Wahltages hatten sich viele Brand-Erbisdorfer bereits intensiv mit dem Gedanken an ihre Stimmabgabe beschäftigt. So waren zahlreiche Leser dem Aufruf der "Freien Presse" gefolgt und hatten Fragen an die drei Bewerber für das höchste Wahlamt in der Bergstadt an die Redaktion gesandt. Amtsinhaber Martin Antonow, der Lindaer Mirko Espig (parteilos, mit Mandat der CDU), und der parteilose Einzelkandidat Michel Franz, hatten sich nicht nur bei Gesprächen in den Stadtteilen den Wählern gestellt. Auch in insgesamt vier Fragerunden und dem ersten Online-Wahlform, das "Freie Presse" und das Erzgebirgsfernsehen - Kanal 9 gemeinsam in der vergangenen Woche veranstalteten, erklärten die OB-Bewerber, welche Ziele sie sich in ihrer Arbeit setzen.

Nach den Worten der Stadtwahlleiterin kostet ein Wahltag der OB-Wahl die Stadt und damit den Steuerzahler etwa 10.000 Euro. So würden allein bis zu 3000 Euro für das Porto benötigt, um Wahlbenachrichtigungen zu versenden.

 

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