Offener Brief von Lesben und Schwulen der CDU: Lesung streichen

Freiberg. Der sächsische Landesverband der Lesben und Schwulen (LSU) innerhalb der Union (CDU/CSU) zeigt sich in einem offenen Brief bestürzt angesichts einer von der Freiberger CDU-Bundestagsabgeordneten Veronika Bellmann für Donnerstagabend in Freiberg geplanten Veranstaltung "mit der homophoben Aktivistin Birgit Kelle", wie es in dem Schreiben heißt. Kelles Buch trägt den Titel: Gender-Gaga: Wie eine absurde Ideologie unseren Alltag erobern will. Bellmann und Holger Reuter, Vorsitzender des Freiberger CDU-Stadtverbandes, haben im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Klartext reden" zu einer Buchlesung und anschließender Diskussion mit Birgit Kelle eingeladen. Der LSU fordert die Organisatoren auf, diese ersatzlos ausfallen zu lassen. Die Christlich Demokratische Union verstehe sich aus Sicht der LSU als eine Volkspartei, unter deren Dach sich nach der christlichen Wertvorstellung alle Menschen versammeln könnten und akzeptiert würden. "Eine Aktivistin, die ganz offen Menschen verschiedener sexueller Identitäten diskriminiert und an den Pranger stellt, kann und darf daher aus unserer Sicht niemals auf einer Veranstaltung der Christlich Demokratischen Union auftreten", schreibt der LSU. Der Verband bot der Bundestagsabgeordneten außerdem ein zeitnahes Gespräch an, um sich über Fragen der Gleichberechtigung auszutauschen.(ar/dpa)

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