Rückhaltebecken Oberbobritzsch: Naturschützer melden Sieg vorm Verwaltungsgericht

Chemnitz/Oberbobritzsch.

Die im Jahr 2014 festgezurrte Planung des Hochwasserrückhaltebeckens bei Oberbobritzsch ist im Wesentlichen rechtswidrig. Der Bau kann damit nicht beginnen. Das hat nach Auskunft der Grünen Liga Sachsen das Verwaltungsgericht Chemnitz festgestellt. Die Grüne Liga und der Naturschutzverband Sachsen hatten gegen den Planfeststellungsbeschluss geklagt, unter anderem, weil der Damm im FFH-Gebiet Bobritzschtal gebaut werden soll. Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen will mit dem auf 50 Millionen Euro veranschlagten Bau im Verbund mit einem weiteren Becken bei Mulda und einem Verbindungsstollen die Region bis Döbeln vor einem hundertjährigen Hochwasser schützen. Aktuell läuft ein Planänderungsverfahren, um bereits erkannte Mängel in dem 2014 ergangenen Planungsbeschluss abzustellen. Eine Urteilsbegründung liegt bislang nicht vor. Die Kosten des Verfahrens wurden laut Grüner Liga vollumfänglich dem Freistaat Sachsen auferlegt. (fhob)

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