Trockenheit: Landratsamt untersagt Wasserentnahme

Freiberg.

Die Trockenheit hält in Mittelsachsen an. Flüsse und Bäche haben nur noch wenig bis sehr wenig Wasser. Daher tritt ab 20. Juli eine Allgemeinverfügung im Landkreis in Kraft. "Sie regelt, dass die Entnahme von Wasser von oberirdischen Gewässer verboten wird", informiert André Kaiser, Pressesprecher des Landratsamtes. Bisher sei es so, dass Eigentümer von Gewässergrundstücken und Anlieger Wasser entnehmen dürfen, wenn beispielsweise keine Beeinträchtigung des Wasserhaushaltes zu erwarten ist. "Durch die niedrigen Pegel werden aber die Gewässer sowie die darin lebenden Tiere und Pflanzen nachhaltig gestört und eine weitere Entnahme hätte noch größere Auswirkungen", erklärt Kaiser. Die untere Wasserbehörde weist zudem darauf hin, dass es verboten ist, ohne Erlaubnis Gewässer anzustauen. Erlaubt sei es weiterhin, Wasser mit Handgefäßen abzuschöpfen. Die Behörde appelliert, dies aber zurückhaltend zu tun.

Zuletzt hatte nach Chemnitz und dem Landkreis Nordsachsen auch der Erzgebirgskreis die Wasserentnahme verboten. (bk/fp)


Die komplette Verfügung kann im elektronischen Amtsblatt nachgelesen werden.

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