Corona: Hochschule kehrt zurück zum Digitalunterricht

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Ab Ende des Monats bleiben in Mittweida wieder viele Hörsäle leer. Die Bildungseinrichtung reagiert damit auf das Pandemiegeschehen. Schon jetzt gibt es auf dem Campus neue Einschränkungen.

Mittweida.

Angesichts der Entwicklung der Coronainzidenz und der angespannten Situation in den Krankenhäusern in Sachsen ergreift die Hochschule Mittweida neue Maßnahmen zum Coronaschutz. Bereits in der vergangenen Woche führte die Bildungseinrichtung nach eigenen Angaben eine generelle Maskenpflicht ein. In allen Gebäuden der Hochschule müssen demnach medizinische Masken oder FFP-Masken dauerhaft getragen werden - auch während der Lehrveranstaltungen. Das Abnehmen der Masken ist selbst bei ausreichendem Abstand nicht gestattet, informiert die Hochschule.

Zudem müssen sich Ungeimpfte seit dieser Woche doppelt so oft testen lassen wie zuvor, um Campuszutritt zu erlangen: Für eine fünftägige Anwesenheit müssen Studierende nun zwei negative Schnelltests vorlegen. Allen ungeimpften Beschäftigten empfiehlt die Hochschule, sich dreimal pro Woche testen zu lassen, geimpften und genesenen Mitarbeitern je eine wöchentliche Testung. Aufgrund einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums sind die Coronaschnelltests auch im Testzentrum auf dem Hochschulcampus seit Samstag wieder für alle Bürgerinnen und Bürger kostenfrei. Das Testzentrum hat aufgrund des zu erwartenden Andrangs seine Öffnungszeiten erweitert.

Bei Veranstaltungen mit externen Besuchern auf dem Campus gilt die 2G-Regel: Zutritt erhalten nur Geimpfte und Genesene. Sport im Innenbereich ist in den Einrichtungen der Hochschule nur unter 3G-Bedingungen mit tagesaktuellem Negativtest durchführbar.

Darüber hinaus kündigte die Hochschule an, ab dem 29. November "in eine Phase des weitgehend digitalen Lehrens, Lernens und Arbeitens" zurückkehren zu wollen, wie sie bereits in vergangenen Semestern praktiziert wurde. Ziel dieser Maßnahme, die von der Hochschulleitung und den Dekaninnen und Dekanen der Fakultäten gemeinsam beschlossen wurde, ist die drastische Verringerung von Kontakten auf dem Campus.

"Damit schützen wir als Hochschulgemeinschaft nicht nur unsere Angehörigen, sondern leisten unseren Beitrag zur Bekämpfung der vierten Welle", heißt es auf der Internetseite der Bildungseinrichtung. War die Hochschule mit rund 70 Prozent Präsenzanteil in das aktuelle Wintersemester gestartet, soll dieser in zwei Wochen auf maximal zehn Prozent heruntergefahren werden. Nur noch Lehrveranstaltungen, die eine physische Anwesenheit auf dem Campus unbedingt erfordern und zur Vorbereitung auf die Prüfungen nötig sind, sollen dann noch auf dem Campus stattfinden. Die weitgehend digitale Lehre soll bis zum Beginn der Prüfungsphase am 31. Januar andauern. Die Prüfungen selbst sollen dann zu größeren Teilen in Präsenz stattfinden.

Das Pandemiegeschehen an der Hochschule selbst ist aktuell überschaubar. Bis zum Montagmittag waren der Bildungseinrichtung 18 nachweislich infizierte Hochschulangehörige bekannt. 23 Personen dürfen den Campus zum Schutz vor Corona nicht betreten.

Neue Öffnungszeiten des Coronatestzentrums auf dem Hochschulcampus: montags und mittwochs von 7 bis 16 Uhr, dienstags und donnerstags von 7.30 bis 9.30 Uhr sowie von 17 bis 18 Uhr, freitags von 7.30 bis 9.30 Uhr sowie von 11.30 bis 12.30 Uhr, samstags von 8 bis 10 Uhr, sonntags nur mit vorherigem Termin von 10 bis 11 Uhr. Am Buß- und Bettag ist das Testzentrum von 7.30 bis 9.30 Uhr geöffnet, am darauffolgenden Donnerstag von 7 bis 11 Uhr sowie von 17 bis 18 Uhr.


DRK und Landkreis für Verstärkung der Impfteams

Der Freistaat will das Personal der mobilen Impfteams verstärken: Die bisherige Kapazität von 3000 Impfdosen pro Tag solle ab sofort verdoppelt und ab Dezember auf 9000 bis 10.000 erhöht werden. Allerdings muss das Kabinett am heutigen Dienstag noch zustimmen.

"Wir warten die Kabinettssitzung in Dresden ab", sagte dazu René Illig, der Leiter Soziale Dienste beim DRK-Kreisverband von Döbeln-Hainichen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) koordiniert die Arbeit der Hilfsorganisationen mit ihren beiden mobilen Impfteams im Landkreis Mittelsachsen. Um die Zahl der Impfungen in der Region zu erhöhen, seien mehr Teams und mehr Computertechnik nötig, so Illig.

Mittelsachsens Landrat Matthias Damm (CDU) begrüßte die Ankündigung der angestrebten höheren Impfkapazitäten und hofft auf die Zustimmung im sächsischen Kabinett. "Wir halten einen engen Draht zum DRK und zu den Kommunen, die schon in der Vergangenheit aktiv gewirkt haben", sagte dazu Damm. (dahl/jl)

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