Rossau will Auftrag für Trasse vergeben

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Etwas mehr als 51.000 Euro sollen in die Sanierung der Straße Waldblick fließen. Nicht alle Schäden entstanden während der Umleitungsregelung.

Rossau.

Über die Straße Waldblick führte während der Bauarbeiten an der Hauptstraße in Rossau führte die Umleitungsstrecke. Durch das hohe Verkehrsaufkommen auf der schmalen Straße verschlechterte sich deren Zustand erheblich. Deshalb soll der Abschnitt vom Abzweig an der Hauptstraße 121 bis zum Waldblick 4 noch vor dem Beginn des Winters saniert werden. Die Gemeinderäte haben den Auftrag für die Straßenbaumaßnahme in ihrer jüngsten Sitzung vergeben.

51.000 Euro will die Kommune in den Erhalt der Straße investieren. Geplant seien die Sanierung der Straßendecke und das Wiederherstellen beschädigter Bankette, sagte Bürgermeister Dietmar Gottwald (parteilos). Nach Angaben einer Gemeinderätin waren auf dem Teilstück ohnehin in den vergangenen Jahren vermehrt Straßenschäden sichtbar geworden. Der Umleitungsverkehr habe der maroden Substanz den Rest gegeben, sagte sie.

Welche Strategie die Gemeinde beim Straßenbau weiterhin verfolgt, wurde in der Sitzung im Anschluss an diese Entscheidung allerdings nicht wie vorgesehen diskutiert. Die Räte vertagten das geplante Aufstellen einer Prioritätenliste. Wie Gottwald erklärte, sind er und alle anderen Ortschefs durch ein Schreiben von Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) informiert worden, dass der Freistaat die Förderung für den kommunalen Straßenbau kürzt. Des Sächsischen Städte- und Gemeindetages werde das nicht ohne Widerspruch hinnehmen, sagte er. Denn sonst müsse befürchtet werde, dass sich in der Folge die gesamte Region auf schlechte kommunale Straßen und Brücken als Dauerzustand einrichten muss. Derzeit sei jedoch nicht absehbar, in welcher Höhe Fördermittel gekürzt oder Zuschüsse ganz gestrichen würden, so Gottwald.

Die Rossauer Gemeinderäte reagierten enttäuscht und auch mit Unverständnis. "Mit weniger Geld können wir unsere Ortsstraßen nicht so instandsetzen, ausbauen oder erneuern wie es zum Teil dringend nötig ist", hieß es. Um eine Prioritätenliste für den Straßenbau in Rossau als Grundlage für die Planung von Baumaßnahmen zu erstellen, genüge es nicht, den Zustand der Fahrbahnen und Nebenanlagen wie Gehwege zu betrachten. Auch die Verkehrsbedeutung der Straße, die Anwohnerdichte oder die Menge der Beschwerden von Anlieger und Nutzern seien nur Aspekte, die mit berücksichtigt würden. Welcher Straßenabschnitt wann an die Reihe kommen soll, hänge in entscheidenderem Maß von den verfügbaren Mitteln im Haushalt und vor allem von den Fördermöglichkeiten ab, so die Räte.

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