Neue Technik im Krankenhaus Mittweida: So behalten Ärzte bei der OP besser den Überblick

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In zwei OP-Sälen im Krankenhaus in Mittweida hängen neue große Monitore an der Wand. Das hilft den Ärzten bei ihrer Arbeit. Was haben die Patienten davon?

Mittweida.

Wer im Krankenhaus operiert wird, bekommt von vielem, was vor, während und nach der OP passiert, meistens nichts mit. Denn schon kurz nach Eintreffen im OP-Saal verabreicht der Anästhesist in der Regel die Narkose. Die neuen großen Monitore, die in zwei OP-Sälen im Krankenhaus in Mittweida seit wenigen Tagen an der Wand hängen, werden die meisten daher sicherlich nicht wahrnehmen. Und eigentlich helfen die Bildschirme vor allem den Ärzten, die am OP-Tisch stehen. Trotzdem machen sie, so sagt Erik Hauffe, der Chefarzt für Unfallchirurgie und Orthopädie im Krankenhaus, auch für die Patienten vieles besser.

Monitore machen das Operieren für Ärzte in Mittweida leichter

"Eine Operation ist für den Patienten grundsätzlich keine einfache Sache. Die Monitore vereinfachen nun für uns Ärzte das OP-Verfahren und das macht es für die Patienten besser und sicherer", erklärt Erik Hauffe. Der 58-jährige promovierte Mediziner sagt, dass die neuen Monitore vor allem in seinem Fachgebiet, beim Einsetzen von Schrauben, Nägeln oder Platten bei Knochenbrüchen oder dem Einsetzen künstlicher Gelenke, hilfreich sind. "Das alles muss sehr genau geplant werden. Wir brauchen ein Röntgenbild des Bruchs und auf diesem wird dann auch dargestellt, wo und wie das Implantat sitzen muss. Das möchte ich als Operateur schon sehen", erklärt er.

Alles muss steril bleiben

Die Röntgenbilder und die Darstellung beispielsweise der künstlichen Hüfte werden auf den Monitoren nun groß angezeigt. Bislang war das alles, so berichtet Erik Hauffe, nur auf kleineren Bildschirmen, etwa in der Größe eines A3-Blattes, zu sehen. "Wenn man operiert, ist man steril. Da kann man nicht ständig vom Tisch wegrennen zu einem Bildschirm oder gar an einem Computer etwas aufrufen. Es ist gut, dass wir nun alles auf den großen Monitoren sehen", sagt der Chefarzt.

LMK gibt 28.000 Euro aus

Gekostet haben die Monitore 28.000 Euro. Demnächst soll es auch möglich sein, auf den Monitoren 3D-Bilder anzuzeigen. "Perspektivisch ist geplant, auch das Bild der Schlüsselloch-Chirurgie auf die großen Monitore zu übertragen", sagt dazu Burghard Jenert, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie.

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