Peniger Stadtrat stimmt Kauf des Brauereigeländes zu

Die Stadt Penig wird das 2958 Quadratmeter große Brauereigelände an der Brauhausgasse für 230.000 Euro kaufen. Das hat der Stadtrat beschlossen. "Es ist nunmehr absehbar, dass die Brauhaus Hartmannsdorf GmbH auf dem Gelände keine Brauerei wieder in Betrieb nehmen wird", sagte Bürgermeister Thomas Eulenberger (CDU) zur jüngsten Sitzung. Der Hartmannsdorfer Brauhaus-Chef Ludwig Hörnlein hatte die Immobilie seinerzeit erworben, nachdem die zuvor in Eigentum des Braumeisters Maximilian Hösl befindliche Braustätte 2013 Insolvenz anmelden musste. Mit den Jahren ist der Gebäudekomplex immer weiter verfallen. Doch dieser Prozess soll nun gestoppt werden. Laut Eulenberger ist der Erwerb der Immobilie für die Stadt "eine strategische Entscheidung". Denn das Gelände sei ein "stadtbildprägendes Ensemble, das durch eine museale Nutzung beziehungsweise Kleingastronomie auch wieder eine Funktion für den Peniger Stadtkern", haben könnte. Der städtische Plan sieht deshalb vor, den maroden Gebäudekomplex rechts der Brauhausgasse abzureißen. Die Grundstücke an der Brückenstraße könnten so in Zukunft besser erschlossen werden. Im Brauerei-Teil auf der linken Seite, wo sich das alte Brauhaus und das Sudhaus befinden, will die Stadt eine kleine Brauerei errichten, die vom Peniger Brauverein betrieben wird. Damit würde Penig wieder etwas zurückholen, was zur Geschichte der Stadt gehört. Denn das Bierbrauen hat dort eine lange Tradition. Bereits 1485 wurde der Stadt das Braurecht gewährt. Seither wurde - mit einigen Unterbrechungen - in Penig Bier gebraut.

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